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  • 07.05.2012
Ein Putsch gegen den Krieg
von Uri Avnery
GENERÄLE UND Geheimpolizeichefs tun sich zusammen, um die Politiker anzugreifen. In einigen Ländern verhaften sie den Präsidenten, besetzen die Regierungsbüros, Fernsehstationen und annullieren die Verfassung. Sie veröffentlichen dann das Kommunique Nr.1 und erklären die dringende Notwendigkeit, die Nation vorm Verderben zu retten und versprechen Demokratie, Wahlen etc.
  • 16.04.2012
Günter der Schreckliche
von Uri Avnery
Stoppt mich, wenn ich diesen Witz schon einmal erzählt habe: Irgendwo fand in den USA eine Demonstration statt. Die Polizei kam und schlug gnadenlos auf die Demonstranten ein. „Schlag mich nicht!“ schrie einer, „Ich bin ein Anti-Kommunist!“ Das ist mir völlig egal, zu welcher Art von Kommunisten du gehörst,“ antwortete ein Polizist und hob seinen Schlagstock.
  • 09.04.2012
Zeit für Diplomatie
von Ali Fathollah-Nejad
Das Kerndilemma in der Iran-Frage bleibt weiterhin bestehen: Man kann ein von außen umzingeltes Land, gegen den man zudem einen verdeckten und offen wirtschaftlichen Krieg führt, nicht durch Sanktionen oder Gewaltandrohungen das Gefühl der Sicherheit geben, das es bräuchte, um dem westlichen Wunsch nachzukommen, keine Atomwaffenfähigkeit anzustreben. Ein Kurswechsel westlicher Politik (...)sowie einer Perspektive für regionale Sicherheit und Kooperation sollte auf die Tagesordnung gesetzt werden
  • 07.04.2012
„Gieße aus Deinen Zorn!“
von Uri Avnery
ICH SCHREIBE dies am Freitagabend, am Vorabend von Pessach. In diesem Augenblick sind in der ganzen Welt Millionen von Juden um den Familientisch versammelt, begehen den Sederabend und lesen laut aus demselben Buch: der Haggadah, die die Geschichte des Exodus aus Ägypten erzählt.
  • 03.04.2012
Der neue Mandela
von Uri Avnery
MARWAN BARGHOUTI hat seine Meinung geäußert. Nach langem Schweigen sandte er eine Botschaft aus dem Gefängnis. Für israelische Ohren klingt diese Botschaft nicht angenehm. Aber für die Palästinenser und für die Araber im Allgemeinen ist sie logisch. Seine Botschaft könnte nun das neue Programm der palästinensischen Befreiungsbewegung werden.
  • 12.03.2012
Das lachende Biest
von Uri Avnery
WENN ICH dem Ruf meines Herzens folgte, würde ich an unsere Regierung appellieren, die syrische Armee nach Syrien zu senden, die Assad-Gang aus Damaskus zu vertreiben, das Land der syrischen Opposition oder der UN zu übergeben und nach Hause zurückzukehren.
  • 12.03.2012
Das Schweigen des arabischen Richters beim Nationallied war ein Protestlied.
von Gideon Levy
Am Dienstag war es in der Residenz des Präsidenten so bewegend und so würdevoll; eine weitere Feier von Israels Demokratie, die sich so gerne überschwänglich selbst preist. Die ehrenhaften Richter des Obersten Gerichtshofes standen für eine Gruppenaufnahme zusammen; die in den Ruhestand gehende Gerichtspräsidentin nahm mit Tränen Abschied; der neue Gerichtspräsident hielt eine bewegende Rede, jeder machte jedem ein Kompliment und jeder pries unsere erhabene Demokratie.
  • 06.02.2012
Hurra für Ägypten!
von Uri Avnery
DAS UNMÖGLICHE ist geschehen. Das ägyptische Parlament, demokratisch von einem freien Volk gewählt, hat sich zu seiner 1. Sitzung zusammen gefunden. Für mich war das ein wunderbares, freudiges Ereignis. Für viele Israelis war dies ein beunruhigender, ein bedrohlicher Anblick.
  • 27.01.2012
Das Verbrechen der atomaren Bedrohung heute
von Francis Boyle
Ich freue mich, heute abend zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich möchte meine Dankbarkeit an Zeit-Fragen ausdrücken, dass sie die deutsche Ausgabe meines Buches "Das Verbrechen der Atomaren Abschreckung" möglich gemacht haben, und nun zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges, erscheint. Zu jener Zeit, vor 65 Jahren, hat Japan vor den Vereinigten Staaten, nach den Atombombenangriffen auf Hiroshima und Nagasaki und der Verbrennung von 250.000 vollkommen unschuldiger Menschen, kapituliert.
  • 23.01.2012
Eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten
von Ali Fathollah-Nejad
Über die Bedeutung eines gemeinsamen und inklusiven Ansatzes zur Beruhigung der Spannungen im Mittleren und Nahen Osten
  • 23.01.2012
Die Blockbrecher
von Uri Avnery
“ISRAEL HAT keine Außenpolitik, es hat nur eine Innenpolitik,” bemerkte Henry Kissinger einmal. Dies hat vielleicht für jedes Land mehr oder weniger gegolten– seitdem es die Demokratie gibt. Doch in Israel scheint dies noch mehr zuzutreffen. (Ironischerweise könnte fast gesagt werden, dass die US keine Außenpolitik hat, nur eine israelische Innenpolitik .)
  • 12.01.2012
Verteidigungsbudgets und Höhlenmenschen
von Gwynne Dyer
Wenn man keine Völker mehr versklaven darf, ja nicht einmal mehr ihre Ressourcen ausbeuten, was hat es dann für einen Sinn, eine herkömmliche Großmacht zu sein?
  • 23.12.2011
Der Herzog von Nablus
von Uri Avnery
DER NAME von Munib al-Masri ist vor kurzem als möglicher Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten einer palästinensischen nationalen Einheitsregierung aufgetaucht. Da er weder ein Mitglied von Fatah noch von Hamas ist, ist er für beide annehmbar. Al-Masri selbst verneint solche Ambitionen. Er sagt, er sei zu alt (77) und dass eine jüngere Generation Palästinenser nun an der Reihe sei.
  • 12.12.2011
Die Panikmacher
von Uri Avnery
AM JAHRESTAG von Ben Gurions Todestag wurde ein Gedenkfeier an seinem Grab in Sde Boker abgehalten, in dem Dorf in der Negevwüste, wo er in seinem Ruhestand lebte. Es gibt dort keinen Friedhof – nur sein Grab und das seiner Frau Paula. Die Zeitungen veröffentlichten ein Bild von Binjamin Netanjahu, wie er unter einem großen Foto des verstorbenen Führers eine Rede hält und der gedankenvoll in die Ferne schaut.
  • 06.12.2011
Die Früchte der Befreiung
von Glenn Greenwald
In Afghanistan – schon wieder: Afghanische Behördenvertreter sagten am Donnerstag, dass unter den sieben Zivilpersonen, die durch einen Luftangriff der NATO im Süden Afghanistans getötet worden sind, sechs Kinder waren.
  • 05.12.2011
Des Königs Rede
von Uri Avnery
MITTE DER 80er-Jahre übermittelte mir ein deutscher Diplomat eine überraschende Botschaft. Ein Mitglied der jordanisch-königlichen Familie würde mich gerne in Amman sprechen. In jener Zeit war Jordanien offiziell noch im Krieg mit uns. Irgendwie erhielt ich eine offizielle Erlaubnis von der israelischen Regierung.
  • 29.11.2011
Der Iran und die IAEA
von Seymour Hersh
Im vergangenen Jahrzehnt habe ich für das Magazin THE NEW YORKER immer wieder über den Iran und seine (angeblich in Arbeit befindliche) Atombombe berichtet und dabei feststellen müssen, dass es selbst den besten und erfahrensten Agenten des Joint Special Operations Command nicht gelungen ist, im Iran stichhaltige Beweise für die Existenz eines Programms zum Bau von Atomwaffen zu finden
  • 15.11.2011
Offener Brief an die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen angesichts der Pressemitteilung vom 09.11.2011 ihrer außenpolitischen Sprecherin Kerstin Müller zu dem neuen IAEO-Bericht zu Iran
von verschiedenen Autoren
Ginge es der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen wirklich um die Existenz Israels und um ein friedliches Zusammenleben aller Völker im Mittleren und Nahen Osten, so müsste sie sich für die Massenvernichtungsfreie Zone und für die Idee der Kooperation im Mittleren und Nahen Osten einsetzen und alle Staaten, einschließlich Iran und Israel, auffordern, an dieser Friedensperspektive konstruktiv mitzuarbeiten
  • 14.11.2011
Feindliche Übernahme Israels
von Gideon Levy
Phase eins wird schon seit langem als Erfolg gebucht: Die Siedler haben die Kontrolle über die besetzten Gebiete und benützen ihre Macht und ihre Bauprojekte, um jede gerechte Abmachung zu vereiteln. Aber jeder , der dachte, sie siedeln in der Westbank, um (nur) sie zu kontrollieren, sollte einen Blick auf Phase zwei des Planes nicht scheuen, die sich auf ihrem Höhepunkt befindet und schon eine Erfolgsgeschichte ist.
  • 14.11.2011
„Haltet mich zurück!“
von Uri Avnery
JEDER KENNT die Szene aus der Schule: ein kleiner Junge streitet mit einem größeren. „Haltet mich zurück!“ schreit er zu seinen Kameraden hin, „bevor ich seine Knochen breche!“ Unsere Regierung scheint sich in dieser Weise zu benehmen. Jeden Tag schreit es jetzt aus allen Kanälen, dass sie im Begriff ist, dem Iran die Knochen zu brechen.
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