Die Politik des Srebrenica-Massakers
von Edward S. Herman
07.07.2005 — ZNet
Srebrenica steht symbolhaft für das Böse, und besonders für das serbische Böse. Es wird häufig als "Horror" beschrieben, der "im Nachkriegseuropa keinen Vergleich" findet; Es sei eine kaltblütige Exektuion "von mindestens 8000 muslimischen Männern und Jungen" gewesen[1]. Die Ereignisse um die es hier geht geschahen zwischen dem 10. und dem 19. Juli 1995 in oder nahe der bosnischen Stadt Srebrenica, als die Bosnisch-Serbische Armee (BSA) die Stadt besetzte, sich Gefecht mit den bosnischen Muslimen lieferte, und viele von ihnen tötete; eine unbekannte Anzahl starb bei diesen Kämpfen und bei darauffolgenden Exekutionen. Zweifelsohne gab es Exekutionen, und viele bosnische muslimische Männer kamen bei der Evakuation Srebrenicas um. Aber obwohl dies selten diskutiert wird, ist es eine schwierige Frage wieviele exekutiert worden sind, da viele Leichnahme welche in örtlichen Gräbern gefunden wurden Opfer der Kampfhandlungen waren; und viele muslimische Bosnier die aus Srebrenica geflohen sind haben das muslimische Gebiet erreicht. Einige Leichen waren auch die von Serben, welche bei von Srebrenica ausgehenden Überfällen bosnischer Muslime gefallen waren; diese Überfälle datierten von der Zeit vor Juli 1995.
Das Massaker von Srebrenica spielte bei den politischen Programmen des Westens für den Umbau des früheren Jugoslawiens eine besondere Rolle, und auch für den westlichen Interventionismus als solchen; Es zog an seinem zehnten Jahrestag im Juli 2005 erneut Aufmerksamkeit auf sich, die Erinnerung wurde gefestigt. Es wird häufig als Beweis für die Bösartigkeit der Serben betrachtet, und half dabei die Bestrafung der Serben und Milosevics zu rechtfertigen, als die NATO 1999 den Krieg gegen Serbien begann. Es hat auch als wichtige moralische Stütze für andere westliche Rachekriege, Machtprojektionen und "Befreiungen" gedient, da es angeblich gezeigt hat, daß es eine Form des Bösen gibt, gegen die der Westen militärisch vorgehen muß.
Es gibt aber drei Probleme mit dem Massaker, die ernste Fragen aufkommen lassen sollten, aber damals wie heute ignoriert werden. Eines ist, daß das Massaker den politischen Wünschen der Regierung Clintons, der bosnischen Muslime und der Kroaten (siehe den folgenden Abschnitt 1) äußerst gelegen kam. Ein zweites ist, daß es eine Folge von angeblichen serbischen Gräueltaten gegeben hatte (und auch noch nach Srebrenica gab), welche zu strategisch Momenten gemeldet worden waren als sich eine militärische Intervention der Vereinigten Staaten und des NATO-Block ankündigte, die aber noch solider Unterstützung durch Öffentlichkeitsarbeit bedurfte, [unterstellte Gräueltaten], die sich später als unrichtig herausstellen sollten (Abschnitt 2). Ein drittes ist, daß die Beweise für ein Massaker, vorsichtig ausgedrückt, immer problematisch waren, sicherlich für eines in welchem 8.000 Männer und Burschen umgebracht worden wären (Abschnitte 3 und 4).
1. Politische Nützlichkeit
Die Ereignisse von Srebrenica und das angebliche große Massaker waren der Regierung Clintons, der Führung der bosnischen Muslime und den kroatischen Autoritäten äußerst dienlich. Clinton war 1995 sowohl von seiten der Medien als auch von Bob Dole unter politischem Druck für die bosnischen Muslime kraftvoller einzutreten[2], und seine Regierung suchte dringend nach Rechtfertigungen für eine aggressivere Haltung. Regierungsvertreter Clintons eilten nach Srebrenica um die Behauptungen eines Massakers zu bestätigen und dieses in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, das gleiche was William Walker später, im Jänner 1999, mit Racak machte. Walkers sofortiger Bericht an Madeleine Albright entlockte ihr die freudige Feststellung "der Frühling beginnt heuer zeitig"[3]. Srebrenica brachte der Regierung Clintons im Sommer 1995 "einen zeitigen Herbst".
Die Führer der bosnischen Muslime hatten sich seit Jahren darum bemüht, daß die NATO-Mächte tatkräftiger für sie eintreten, und es gibt starke Hinweise dafür, daß sie nicht nur bereit waren dafür zu lügen, sondern auch ihre eignen BürgerInnen und Soldaten zu opfern um eine Intervention herbeizuführen (Angelegenheiten welche in Abschnitt 2 diskutiert werden). Regierungsvertreter der bosnischen Muslime behaupteten, daß ihr Führer, Alija Izetbegovic ihnen gesagt hatte, daß Clinton ihm anvertraut habe, daß eine U.S.-Intervention nur dann stattfinden würde, wenn die Serben in Srebrenica zumindest 5.000 Leute umbringen[4]. Die Aufgabe Srebrenicas durch eine örtliche militärische Kraft die viel Größer war als jene der Angreifer und einen Rückzug welcher diese große Kraft angreifbar machte und ihr durch Kämpfe und Racheangriffe große Verluste aufzwang, half dabei jene Zahlen zu produzieren welche das Kriterium Clintons erreichen konnten, auf biegen und brechen. Es gibt weitere Anzeichen dafür, daß der Rückzug von Srebrenica keine militärische Notwendigkeit sondern strategisch war, mit Verlusten an Menschen die als notwendiges Opfer für ein größeres Ziel betrachtet wurden[5].
Kroatische Behörden waren über as angebliche Massaker in Srebrenica ebenfalls entzückt, da dies die Aufmerksamkeit von ihrer zeitgleichen graunvollen ethnischen Säuberung von SerbInnen und bosnischen MuslimInnen im westlichen Bosnien ablenkte (was von den westlichen Medien fast vollkommen ignoriert worden ist)[6], und es bot einen Vorwand für ihre bereits geplante Vertreibung von mehreren hunderttausend SerbInnen von der Region Krajina in Kroatien. Diese massive ethnische Säuberung wurde mit logistischer Unterstützung durch die USA im Monat nach den Ereignissen von Srebrenica durchgeführt, und es könnte dabei möglicherweise mehr serbische Tote gegeben haben als es im Juli getötete bosnisch-muslimische Zivilisten in Srebrenica gab: die meisten der bosnisch-muslimischen Opfer waren Soldaten, nicht ZivilistInnen, da die bosnischen Serben die Frauen und Kinder von Srebrenica in Sicherheit brachten; die Kroaten machten keine solchen Sonderregelungen, und viele Frauen, Kinder und ältere Menschen wurden in Krajina umgebracht [7]. Die Rücksichtslosigkeit der Kroaten war bemerkenswert: "UNO-Truppen sahen mit Grauen wie kroatische Soldaten die Leichen von Serben über die Straße außerhalb des UNO-Komplexes zerrten und sie dann mit vollen Magazinladungen ihrer AK-47s füllten. Sie zermalmten die von den Kugeln durchlöcherten Körper unter den Ketten eines Panzers".[8] Aber dies wurde kaum bemerkt, zu einer Zeit als sich Verachtung und Propaganda um Srebrenica drehten, was unter Mithilfe der Mainstreammedien geschah, deren kriegsunterstützende Rolle bei den Balkankriegen bereits gut etabliert war [9].
Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (International Criminal tribunal for Yugoslavia, ICTY) und die UNO spielten in der Festigung des Massaker-Narrativs ebenfalls eine Hauptrolle. Von seiner Gründung an, diente der ICTY den NATO-Mächten, welche ihn schufen, finanzierten und als seine Polizei und Hauptinformationsquelle fungierten, und dementsprechend von der Organisation Dienstleistungen erwarten konnten.[10] Der ICTY konzentrierte sich intensiv auf Srebrenica und bot wichtige und formal unabhänige Bestätigung für die Massakerbehauptungen, zusammen mit zitierbaren "juristischen" Vorwürfen, daß dies ein geplanter "Genozides" gewesen sei. Die UNO war in die Handlungen der NATO-Mächte weniger verwickelt, hörte aber sehr gut auf diese und machte im Fall Srebrenica was die Vereinigten Staaten und deren wichtigste Verbündeten von ihr erwarteten.[11].
Das politische Interesse am Srebrenica-Massaker beweist nicht, daß der Narrativ der Elite falsch ist. Es legt jedoch nahe, daß man vorsichtig sein sollte und auf die Möglichkeit von Fälschungen und übertriebenen Behauptungen achten sollte. Diese Vorsicht war in den Berichten der Mainstreammedien über Srebrenica überhaupt nicht vorhanden.
2. Die Folge von Lügen vor und nach Srebrenica
Zu jedem Zeitpunkt spielten bei der Zerteilung Jugoslawiens, bei den ethnischen Säuberungen und beim NATO-Krieg um die Kosovoprovinz Serbiens im Jahr 1999 Propagandalügen eine wichtige Rolle, mit ihrer Hilfe konnte der Konflikt und die antiserbischen Aktionen vorangetrieben werden. Es gab Lügen in Form von Verschweigungen und Lügen welche direkt einen flaschen Eindruck vermittelten oder falsche Informationen übermittelten. Eine wichtige Form der Lüge durch Verschweigung war die regelmäßige Darstellung von serbischem Fehlverhalten als einzigartig für die Serben, nicht auch charakteristisch für das Verhalten der Muslime und Kroaten, oder für den Konflikt als ganzen. In einem Fall nach dem anderen berichteten die Medien über serbische Angriffe und Gräueltaten und vergaßen dabei darauf über die vorhergehenden Angriffe auf Serben in den gleichen Städten zu informieren, und ließen das Verhalten der Serben so als unprovozierte Akte der Aggression und der Barbarei erscheinen.
Dies war seit dem Beginn der schweren Kämpfe in der Republik Kroatien im Jahr 1991 offensichtlich. In ihrer Berichterstattung über die Stadt Vukovar im Osten Kroatiens konzentrierten sich die Medien (und der ICTY) exklusiv auf die Eroberung der Stadt durch die Jugoslawische Armee im Herbst 1991, und ignorierte dabei, daß im vorhergehenden Sommer hunderte ethnische SerbInnen welche im Gebiet um Vukovar gelebt hatten von der kroatischen Nationalgarde und von Paramilitärs umgebracht worden sind. Laut Raymond K. Kent "verschwand ein Großteil der serbischen Bevölkerung in der großen slawischen Stadt Vukovar ohne geflohen zu sein, und hinterließ Spuren von Folter in den alten Katakomben unter der Stadt, und auch von Ermordungen und Vergewaltigungen. Die westlichen Medien, deren Dämonisierung der Serben bereits in vollem Gange war, entschieden sich dafür diese Ereignisse zu übersehen[...]"[12]. Diese selektive und irreführende Wahrnehmung war die übliche Praxis bei den Medien und beim ICTY.
Lügen in Form von Verschweigungen waren auch im Falle der Aufmerksamkeit klar, welche den Gefangenenlagern bosnischer Serben wie Omarska gewidmet worden ist, auf welches die Medien sich intensiv und verachtungsvoll konzentrierten, als tatsächlich zur gleichen Zeit die Muslime und Kroaten sehr ähnliche Gefangenenlager in Celebici, Tarcin, Livno, Bradina, Odza und im Zetra-Lager in Sarajevo führten, und auch an anderen Orten
[13], mit ähnlichen Zahlen [an Gefangenen], ähnlichen Einrichtungen und einer Behandlung der Gefangenen die sicher nicht schlimmer war[14] aber im Unterschied zu den Serben engagierten die Muslime und Kroaten kompetente PR-Firmen und weigerten sich ihre Einrichtungen inspizieren zu lassen - und die bereits ausgeprägte Parteilichkeit machte die Medien nur an serbischen Lagern interessiert.
Wilde Vorwürfe über Auschwitz-ähnliche Bedingungen in serbischen "Konzentrationslagern" wurden von JournalistInnen verbreitet, welche Propgandamaterialien von muslimischen und kroatischen Regierungsvertretern und PR-Sprechern aufschleckten. Roy Gutman, der zusammen mit John Burns für seine Berichte über Bosnien 1993 einen Pulitzer-Preis gewonnen hat, verließ sich hauptsächlich auf kroatische und muslimische Regierungssprecher und auf ZeugInnen mit fraglicher Glaubwürdigkeit und unplausiblen Behauptungen; er war eine wichtige Quelle für übertriebene, einseitige und falsche "Konzentrationslager"-Propaganda.[15] John Burns' Pulitzerpreis basierte auf einem ausgedehnten Interview mit Boris Herak, einem gefangenen bosnischen Serben, der ihm und einem von Soros finanzierten Filmemacher von den bosnischen Muslimen vermittelt worden ist. Mehrere Jahre später gab Herak zu, daß seine extrem unglaubwürdigen Geständnisse erzwungen worden sind, und daß er dazu gezwungen worden sei mehrere Seiten von Lügen auswendig zu lernen. Zwei seiner angeblichen Opfer tauchten später wieder lebendig auf. Bei den Berichten über Herak unterdrückten John Burns und die New York Times (und der von Soros finanzierte Film) die seine Glaubwürdigkeit einschränkende Behauptung von ihm, daß der frühere UNPROFOR Kommandant, der kanadische General Lewis Mackenzie, junge muslimische Frauen in einem von Serben geführten Bordell vergewaltigt habe.[16] Diese skandalösen Auszeichnungen sind symptomatisch für die Verzerrungen durch die Medien, welche schon 1992 und 1993 unglaublich stark ausgeprägt waren.
Eine interessante kürzliche Entwicklung ist, daß Bernard Kouchner den sterbenden Alija Izetbegovic über die bosnisch-serbischen Konzentratonslager befragte, worauf Izetbegovic überraschenderweise zugab, daß diese Behauptungen übertrieben worden sind um die NATO dazu zu bringen die Serben zu bombardieren[17]. Dieses wichtige Geständnis wurde weder in den US-Medien noch in Großbritannien erwähnt.
Eine der wichtigsten Propagandalügen der 90er Jahre betraf das von den Serben geführte Trnopolje-Lager, welches von britischen Reportern von ITN im August 1992 besichtigt wurde. Diese Reporter photographierten den dort lebenden Fikret Alic; sie zeigten seinen abgemagerten Körper hinter einem an ein Konzentrationslager erinnernden Gitter. Es verhielt sich aber so, daß Fikret Alic sich in einem Übergangslager aufhielt und einfach krank war (er litt schon lange bevor er in das Lager kam an Tuberkulose), und er war in keiner Weise repräsentativ für andere im Lager; er konnte bald nach Schweden weiterreisen. Außerdem war das Gitter um die Photographen herum, nicht um den photographierten Mann.[18] Aber dieses äußerst unehrliche Photo wurde überall im Westen zur Schau gestellt um damit zu beweisen, daß die Serben ein Lager wie Auschwitz führten; es wurde von wichtigen Personen in der NATO verurteilt und half dabei mit die moralische Basis für die Gründung des ICTYs und dessen klare Konzentration auf das serbische Übel zu legen.
Im Falle der Besatzung Sarajevos und dem Konflikt um die "sicheren" Städte, engagierte sich die Regierung der bosnischen Muslime in einem kontinuierlichen Programm zur Provokation der Serben, beschuldigte sie für die darauffolgenden Reaktionen, log über die Opferzahlen und versuchte - für gewöhnlich erfolgreich - die Schuld auf die Serben zu lagern. Wie Tim Fenton sagte, "Massakeranschuldigungen von Seiten der bosnischen Muslime folgten jeder Konfliktmeldung wie die Nacht auf den Tag folgte: ein berüchtigtes Beispiel ist die Behauptung des muslimischen Premierministers Haris Silajdzic, daß die UNO anfang 1995 für mehr als 70.000 Tote in Bihac verantwortlich war, als es in Wirklichkeit kaum Kämpfe gab und die Opferzahlen gering waren."[19] Eine bemerkenswerte Eigenart der Anstrengungen der bosnischen Muslime um die Serben zu dämonisieren damit die NATO mit Bomben den bosnischen Muslimen zu Hilfe kommen würde, war deren Bereitschaft ihre eigenen Leute zu töten. Dies war bei drei Massakern in Form von rücksichtslosen Bombardierungen von ZivilistInnen in Sarajevo am sichtbarsten: 1992 (das "Brotschlangen-Massaker"), 1994 (das Markale "Marktmassaker") und ein "Zweites Marktmassaker" 1995. Im Standardnarrativ waren die Serben für diese Massaker verantwortlich, und es ist zugegebenermaßen nicht einfach zu glauben, daß die muslimische Führerschaft für politische Vorteile ihre eigenen Leute tötet, sogar wenn die Indizien deutlich in diese Richtung zeigen. Aber diese Massaker kamen alle zu einem extrem günstigen Zeitpunkt um anstehende NATO- und UNO-Entscheidungen dahingehend zu beeinflussen kraftvoller für die bosnischen Muslime einzuschreiten. Noch wichtiger ist, daß viele UNO-Beamte und höhere westliche Militärs behauptet haben, daß es starke Beweise dafür gibt, daß in allen diesen drei Fällen die Aktionen von bosnischen Muslimen geplant und durchgeführt worden sind.[20] John E. Spray, ein Offizier der US-Armee der während dieser und anderer Massaker vor Ort in Bosnien war, und welcher die Geheimdienstsektion der USA in Sarajevo leitete, meinte sogar, daß diese Vorfälle, und die wahrscheinliche offizielle Duldung dieser Gräueltaten durch die [Regierung] der bosnischen Muslime, "einer genauen Untersuchung durch das Internationale Kriegsverbrechertribunal" bedürften. [21] Es unnötig zu erwähnen, daß es zu keiner solchen Untersuchung kam. Kurz gefasst, ist diese Sicht der Massaker somit keine Verschwörungstheorie sondern eine Folgerung aus schwerwiegenden und überzeugenden Beweisen, wird aber in den der offiziellen Version folgenden Texten zur neueren Geschichte des Balkans nichteinmal debattiert.[22]
Sowohl vor und nach Srebrenica war es die übliche Praxis über die Anzahl der Getöteten zu lügen, was bei der Aufrechterhaltung des dominierenden Narrativs nützlich war. Für Bosnien behauptete dessen Regierung im Dezember 1992 128.444 Tote Militärs und ZivilistInnen, eine Zahl welche bis Juni 1993 auf 200.000 anwuchs, und mit 1994 auf 250.000.[23] Diese Zahlen wurden ohne Bedenken von westlichen PolitikerInnen, Medien und intellektuellen BefürworterInnen des Krieges (z.B. David Rieff) geschluckt; Clinton nutzte selbst bei einer Rede im November 1995 die Zahl 250.000. Der frühere State Department Minister George Kenney hat diese Zahlen seit langem in Frage gestellt und über die Leichtgläubigkeit mit welcher die Medien diese Zahlen ohne jegliche Überprüfung angenommen haben gestaunt. Seine eigene Schätzung lag zwischen 25.000 und 60.000.[24] Kürzlich hat eine Studie welche von der norwegischen Regierung in Auftrag gegeben worden ist die bosnischen Kriegstoten auf 80.000 geschätzt, und eine Studie welche vom Haager Tribunal selbst beauftragt worden ist kam auf die Zahl von 102.000 Toten.[25] Keine dieser Studien wurde von den US-Medien, welche ihren LeserInnen bzw. HörerInnen und ZuschauerInnen regelmäßig die aufgeblasenen Zahlen geboten hatten, erwähnt.
Ein ähnlicher Aufblasungsprozeß ereignete sich während dem 78-tägigen Bombenkrieg der NATO 1999, als hohe US-Minister zu verschiedenen Gelegenheiten von 100.000, 250.000 oder 500.000 Morden der Serben im Kosovo sprachen, zusammen mit der freizügigen Verwendung des Wortes "Genozid" um die Aktionen der Serben im Kosovo zu beschreiben.[26] Diese Zahl sank allmählich auf 11.000, und verblieb dort, obwohl bei einer der genauesten forensischen Untersuchungen der Geschichte nur 4.000 Leichen gefunden worden sind, wobei eine unbekannte Anzahl dieser Personen Soldaten, Serben oder zivile Opfer der US-Bombardierung waren. Aber die Zahl 11.000 muß die richtige sein, weil die NATO-Regierungen und das ICTY sagen, daß dem so sei, und Michael Ignatieff versicherte den LeserInnen der New York Times, daß "die Frage ob diese 11.334 Leichen gefunden werden [davon abhängt] ob das serbische Militär und die serbische Polizei sie entfernt hat [oder nicht]"[27]
Diese Geschichte systematischer Desinformation widerlegt sicherlich nicht die Wahrheit des Standardnarrativs hinter dem Srebrenica-Massaker. Sie suggeriert aber, daß es notwendig ist sich die Behauptungen, welche sich als so nützlich herausgestellt haben, genau anzusehen, was sich die Mainstreammedien immer zu machen geweigert haben.
3. Die problematischen Massakerbehauptungen
Zum Zeitpunkt der Ereignisse in Srebrenica im Juli 1995 war bereits alles dafür getan worden um die Massakerbehauptungen effektiv zu machen. Die Folgen von Lügen wurde vom Mainstream großteils unhinterfragt übernommen, der Dämonisierungsprozeß und die Gut-gegen-Böse Dichotomie waren bereits etabliert; der ICTY und die UNO-Führerschaft folgten der Agenda der Vereinigten Staaten und ihrer NATO-Alliierten und die Medien waren bei der Kriegsbewerbung mit an Bord.
In diesem Umfeld war es einfach Informationen außerhalb ihres Kontexts zu übermitteln. Ein Element des Kontexts war die Tatsache, daß das Konzept der "Schutzzone" ein Betrug war, da die Schutzzonen entwaffnet hätten sein sollen, es aber nicht waren, und die UNO dies duldete. [28] Sie wurden daher von den bosnischen Muslimen in Srebrenica und in anderen sicheren Häfen als Ausgangspunkte für Angriffe auf nahe serbische Dörfer genutzt. In den drei Jahren vor dem Massaker sind mehr als tausend serbische ZivilistInnen von muslimischen Kräften getötete worden, in einer Vielzahl von nahe gelegenen Dörfern, die dabei zerstört wurden[29] und lange bevor Juli 1995 zeigte der muslimische Kommandant von Srebrenica, Nasir Oric, westlichen ReporterInnen Videos von einigen seiner enthaupteten serbischen Opfer und gab mit seinen Morden an. [30] Bei seiner Aussage vor dem Tribunal am 12. Februar 2004 bekundete General Philippe Morillon, der zwischen 1992 und 1993 der militärische Kommandant der UNO in Bosnien war, seine Überzeugung, daß der Angriff auf Srebrenica eine "direkte Reaktion" auf die zwischen 1992 und 1993 von Nasir Oric und seinen Kämpfern an den Serben verübten Massakern war, Massaker über welche Morillon gut bescheid wußte. [31] Morillons Zeugenaussage war für die westlichen Medien uninteressant, und als der ICTY sich schlußendlich dazu überwand Nasir Oric im März 2003 anzuglagen, sehr wahrscheinlich um juristische Unparteilichkeit vorzugeben, wurde ihm nur die Ermordung von sieben Serben vorgeworfen, welche in Gefangenschaft gefoltert und zu tode geschlagen worden sind, und die "willkürliche Zerstörung" von nahen Dörfern. Obwohl er westlichen ReporterInnen gegenüber offen damit angegeben hatte serbische ZivilistInnen umgebracht zu haben, gab der ICTY bekannt "keine Beweise dafür gefunden zu haben, daß es bei seinen Angriffen auf serbische Dörfer zivile Opfer gegeben hat." [32]
hat [32]
Als die bosnischen Serben Srebrenica im Juli 1995 eroberten wurde berichtet, daß das 28. Regiment der bosnisch-muslimischen Armee (BMA), welche aus mehreren tausend Männern bestand, einfach aus der Stadt geflohen war.[33] Die Medien vergaßen zu fragen, warum eine so große militärische Kraft in einer entwaffneten "Schutzzone" präsent sein hatte können. Da sie auch erfolgreich die vorhergehenden Gewalttaten, die von dieser Schutzzone aus unternommen worden waren, ignoriert hatten, war es ihnen möglich sich der rasch etablierten offiziellen Linie eines geplanten "Genozids" und einer unerklärlicher Brutalität [der Serben] anzuschließen, anstatt es als Racheakt zu bezeichnen, was die Medien "würdigen" Opfern von Gewalt als Quasientschuldigung bieten (z.B. Kosovoalbanern die nach der NATO-Übernahme des Kosovos SerbInnen und Roma vertrieben).
Ein zweites Element dieses Kontexts war die mögliche politische Begründung für die Aufgabe Srebrenicas von einer militärischen Kraft welche eine gute defensive Position innehatte und welcher der angreifenden BSA an Männern entweder 6:1 oder 8:1 überlegen war, sich aber noch vor dem Angriff zurückzog; ihren Führern hat die bosnisch-muslimische Führerschaft schon zuvor angeordnet sich zurückzuziehen. [34] Dies ließ die Bevölkerung schutzlos und machte die Einheiten der BMA bei ihrem ungeordneten Rückzug hinter die bosnisch-muslimischen Linien angreifbar. Kann dies ein weiteres selbstaufopferndes Manöver der Fühererschaft gewesen sein, um Opfer zu produzieren, möglicherweise um das Clinton-Ziel von 5.000 zu erreichen und um eine kräftigere NATO-Intervention herbeizuführen? Diese Fragen kamen in den Mainstreammedien nie auf.
Die Ereignisse in Srebrenica hatten viele Merkmale welche die Behauptungen ermöglichten, daß 8.000 "Männer und Jungen" getötet worden wären. Eines war die Verwirrung und Unsicherheit was das Schicksal der geflohenen bosnisch-muslimischen Militärs betraf, von denen einige Tuzla sicher erreichten, einige im Kampf getötet wurden und einige gefangen genommmen worden sind. Die Zahl der 8.000 ist zunächst vom Roten Kreuz verwendet worden, was auf der groben Schätzung basierte, daß die BSA 3.000 Gefangene genommen hätte und 5.000 als "vermißt" gemeldet wären.[35] Es ist bekannt, daß tausende dieser "Vermissten" Tuzla erreicht haben oder bei den Gefechten getötet worden sind,[36] aber in einer bemerkenswerten Umdeutung welche die Bereitschaft zeigte die bosnischen Serben als böse und die Muslime als Opfer zu sehen wurde die "unverletzt angekommen/im Kampf getötet"-Einteilung der Vermissten ignoriert und so getan als wären die Vermissten alle exekutiert worden! Diese irreführende Schlußfolgerung wurde vom Roten Kreuz erleichtert, indem es die 5.000 als "einfach verschwunden" bezeichnete, und auch dadurch, daß dieses nicht den politisch verzerrten Gebrauch der Zahlen richtig stellte, obwohl sie selbst erkannten, daß "mehrere Tausend" Flüchtlinge Zentralbosnien erreicht hatten. [37] Dabei half auch die Weigerung der muslimischen Führerschaft die Namen und die Anzahl jener bekanntzugeben, welche unverletzt angekommen sind,[38] aber es gab im westlichen Establishment eine bemerkenswerte Bereitschaft die Geflohenen nicht nur zu ignorieren, sondern auch zu ignorieren, daß viele der Toten im Kampf gestorben sind, und die Leichen wurden als Beweis für Exekutionen hergenommen. Der Wille zu Glauben war grenzenlos: der Reporter David Rohde sah einen Knochen aus einer Grabstelle nahe Srebrenica herausragen, von dem er schon aus Instinkt wußte, daß dies ein Überbleibsel einer Exekution und ein schwerwiegender Beweis für ein "Massaker" war[39] Es war die übliche Praxis der Medien, ausgehend von einer unbewiesenen Behauptung über tausende Vermisste, oder von einem Bericht über die Bergung von Leichen aus einer Grabstelle, zur Folgerung zu gelangen, daß dadurch die Behauptung von 8.000 Exekutierten bewiesen wäre.[40]
Mit 8.000 Exekutierten und tausenden im Kampf Getöteten sollte es riesige Grabstellen und auch Beweise in Form von Satellitenphotos geben, sowohl von Exekutionen, Grabungen und von der Entfernung von Leichen. Aber die Fahndungen in der Umgebung Srebrenicas waren furchtbar enttäuschend; lediglich um die zwei tausend wurden bis 1999 gefunden, darunter auch Menschen die im Kampf gefallen waren und womöglich auch jene von Serben, einige von ihnen lagen schon vor Juli 1995 dort. Das war die Zeit als die NATO serbische Positione bombardierte und kroatisch/muslimische Armeen gegen Banja Luka vorrückten. Die BSA war in der Defensive und es mangelte ihr sehr an Ausrüstung und Ressourcen, auch an Benzin. Eine Operation dieser Größenordnung für die Exhumierung, den Transport und die Wiederbegrabung von tausenden Toten durchzuführen hätte die Möglichkeiten der BSA zu diesem Zeitpunkt bei weitem überschritten. Außerdem hätte ein solches Programm kaum der Beobachtung durch OSZE-Personal, ZivilistInnen vor Ort und Satelliten entgehen können.
Am 10. August 1995 zeigte Madeleine Albright bei einer geschlossenen Sitzung des Sicherheitsrates als Teil der Anschuldigungen gegen die bosnischen Serben einige Satellitenphotos, auch ein Photo welches angeblich bosnische Muslime in der Nähe von Srebrenica in einem Stadium versammelt zeigt, und eines welches angeblich kurz danach aufgenommen worden war und ein nahes Feld mit "umgrabener" Erde zeigt. Diese Photos sind nie veröffentlicht worden, aber auch wenn sie echt waren beweisen sie weder Exekutionen noch Grabungen. Außerdem, obwohl der ICTY von "organisierten und umfassenden Anstrengungen" zur Verbergung von Toten spricht, und David Rohde von einem "riesigen Aufwand der Serben zur Verbergung von Leichen" sprach,[41] hat weder Albright noch irgendjemand anderer jemals ein Satellitenphoto von Menschen welche tatsächlich exekutiert, begraben oder für eine Wiederbegrabung ausgebraben werden zeigen können. Dieser Mangel an Beweisen geschah trotz Albrights Warnung an die Serben "Wir werden zusehen", während Satelliten das Gebiet täglich mindestens acht Mal überflogen und geostationäre Drohnen im Sommer 1995 über dem Gebiet in Bosnien fliegen und detailierte Bilder machen konnten.[42] Die Mainstreammedien interessierten sich für diesen Mangel an Beweisen überhauptnicht.
In Tuzla sind viele der Toten aufbewahrt worden, 7.500 oder mehr, viele in schlechtem Zustand oder nur Teile von ihnen; ihre Sammlung und Behandlung entsprach keinen professionellen forensischen Standards, ihre Herkunft ist unklar und eine Verbindung mit den Ereignissen des Juli 1995 in Srebrenica unbewiesen und oft unwahrscheinlich; [43] selbst die Todesursache ist oft unklar. Interessanterweise ist, obwohl den Serben regelmäßig vorgeworfen worden ist zu versuchen Leichen zu verstecken, niemals die Vermutung laut ausgesprochen worden, daß die bosnischen Muslime, welche schon lange die Suche nach Leichen übernommen hatten, diese herumtransportieren oder sonstwie Beweise manipulieren könnten, trotz der vielen Beweise für solche Transporte. Gerade wird ein systematischer Versuch unternommen, per DNA-Analysen eine Verbindung zu Srebrenica nachzuweisen, aber dabei gibt es viele Probleme, und dies wird nicht dabei helfen zu unterscheiden ob jemand exekutiert worden ist oder in einem Gefecht gefallen ist. Es gibt auch Listen von Vermissten, aber diese Listen sind sehr fehlerhaft, mit vielen doppelten Eintragungen, vielen eingetragenen Personen die schon vor Juli 1995 gestorben waren, viele welche geflohen sind um nicht in die BMA einrücken zu müssen, und welche die sich später 1997 für die Wahl registrieren ließen; und es sind auch Personen dabei welche bei den Kämpfen getötet worden sind, flüchten konnten oder gefangen genommen worden sind und heute anderswo leben. [44]
Die Zahl der 8.000 ist auch mit einfacher Arithmetik mit den Einwohnerzahlen von Srebrenica vor und nach Juli 1995 unvereinbar. Vertriebene Personen aus Srebrenica - also Überlebende des Massakers - welche anfang August 1995 von der Weltgesundheitsorganisation und der bosnischen Regierung registriert worden sind, gab es insgesamt 35.632. Muslimische Männer welche die muslimischen Linien sicher erreichten "ohne daß ihre Familien informiert wurden" gab es zumindest 2.000, und etwa 2.000 wurden im Kampf getötet. Das macht 37.632 Überlebende plus 2.000 im Kampf Gefallene, was es notwendig machen würde, daß die Vorkriegsbevölkerung von Srebrenica zumindest 47.000 ausmachte, wenn 8.000 exekutiert worden sind, aber die Einwohnerzahl lag eher zwischen 37.000 und 40.000 (die Tribunalsrichterin Patricia Wald gab 37.000 als ihre Schätzung an). Die Zahlen passen nicht zusammen. [45]
Es gab Zeugen der Ermordungen bei Srebrenica, oder solche die vorgaben Zeugen gewesen zu sein. Es gab nicht viele, und einige hatten politische Motivationen oder waren aus anderen Gründen nicht glaubwürdig;[46] aber mehrere waren glaubwürdig und erzählten wahrscheinlich über echte und grauenvolle Ereignisse. Aber wir sprechen hier über Beweise für hunderete Exekutionen, und nicht für 8.000 oder irgendetwas was an diese Zahl herankäme. Der einzige Zeuge der wirklich dabei war und von mehr als Tausend sprach war Drazen Erdemovic, ein ethnischer Kroate der mit einer Söldnergruppe aus Mördern assoziert war, denen (laut Erdemovic selbst) 12 Kilo Gold für ihre Dienste für Bosnien gezahlt wurde, und welche später mit Hilfe des französischen Geheimdienstes im Kongo landete. Seine Aussage wurde trotz ihrer Ungenauigkeit, ihrer Widersprüche und dem Mangel an unabhängiger Bestätigung akzeptiert, und obwohl er an psychischen Störungen litt welche ihn zwar vor einer Anklage bewahrten -- nicht aber davor innerhalb von zwei Wochen nach seiner Disqualifizierung für die Gerichtsverhandlung eine Aussage vor dem Tribunal machen zu können, ohne Kreuzverhör. Diese und andere Beweise durch Zeugenaussagen waren schwer dadurch beeinträchtigt, daß Zeugen mildere Strafen erw erwarten konnten, wenn sie mit der Anklage kooperierten. [47]
erwarten konnten, wenn sie mit der Anklage kooperierten. [47]
Es ist auch interessant zu bemerken, daß viele unparteiische Beobachter in oder nahe Srebrenica im Juli 1995 keinerlei Beweise für Massaker fanden, auch nicht die Mitglieder der in der "Schutzzone" stationierten niederländischen Kräfte und Personen wie Henry Wieland, dem Chefermittler der UNO für Menschenrechtsvereltzungen, welcher nach fünf Tagen Interviews mit einigen der 20.000 Überlebenden am Flüchtlingslager beim Flughafen Tuzla keine Augenzeugen für Gräueltaten finden konnte.[48]<
4. Anomalien
Eine mit Srebrenica zusammenhängende Anomalie war die Stabilität der Opferzahl bosnischer Muslime - 8.000 im Juli 1995 und 8.000 heute, trotz der Grobheit der ersten Schätzung, der Erkenntnis, daß mehr als 5.000 der Vermissten das bosnisch-muslimische Gebiet erreicht hatten oder im Kampf getötet worden sind, und dem klaren Versagen dabei trotz massiver Anstrengen echte Beweise zu finden. In anderen Fällen, wie der Schätzung der Opfer des 11. Septembers 2001, und sogar bei den bosnischen Morden und den Schätzungen beim Bombenkrieg im Kosovo wurden die ursprünglichen Zahlen stark gesenkt nachdem Untersuchungen die übertriebenen ursprünglichen Zahlen unhaltbar machten. [49] Aber wegen seiner politischen Schlüsselrolle für die Vereinigten Staaten, die bosnischen Muslime und die Kroaten, und wegen der fast religiösen Begeisterung für diese Behauptung wurde Srebrenica immun gegen diese Erkenntnisse. Vom Beginn bis heute wurde die Zahl als gegeben hingenommen, eine höhere Wahrheit, deren Hinterfragung einen Mangel an Glauben und wohl auch "Apologien" für den Dämon zeigten.
Eine weitere Anomalie die auch den heiligen, unangreifbaren und politisierten Charakter des Massakers in der westlichen Ideologie aufzeigte, war die bereitwillige Bezeichnung der Ermordungen als "Genozid". Das Tribunal spielte dabei eine wichtige Rolle, mit kaum zu übertreffender Leichtgläubigkeit, ungezügelter Psychologisierung und inkompetenten juristischen Überlegungen, welche die RichterInnen nur auf serbische Fälle anwandten. Was die Leichtgläubigkeit betrifft: ein Richter des Tribunals akzeptierte die Zeugenaussage als Tatsache, daß serbische Soldaten einen alten muslimischen Man gezwungen hätten die Leber seines Enkels zu essen; [50] und die RichterInnen wiederholten die Behauptung von 7-8.000 exekutierten muslimischen Männern öfters als Tatsache, während sie gleichzeitig zugaben, daß die Beweise lediglich "suggerierten", daß "die Mehrzahl" der 7-8.000 Vermissten nicht im Kampf gestorben sei, was eine viel niedrigere Zahl als die 7-8.000 liefert.[51]
Das Tribunal löste das Problem, daß die Serben, welche es ja auf einen Genozid abgesehen hätten, Frauen und Kinder der bosnischen Muslime mit Bussen in Sicherheit fuhren damit, daß man argumentierte, dies sei aus Public-Relations-Gründen getan worden; aber, wie Michael Mandel es ausdrückt, wird die Unterlassung eines Verbrechens, obwohl man es gerne tun würde, für gewöhnlich "kein Verbrechen begehen" genannt. [52] Das Tribunal fragte nie nach, warum die Serben, die ja gerade einen Genozid unternommen hätten, die Stadt vor deren Besetzung nicht umzingelten, um zu verhindern, daß tausende Männer in Sicherheit flüchten konnten, oder warum die bosnisch-muslimischne Soldaten bereit waren ihre Frauen, ihre Kinder und viele ihrer verwundeten Kameraden der Gnade der Serben zu hinterlassen; [53] und sie ließen davon ab sich mit der Tatsache zu plagen, daß 10.000, hauptsächlich muslimische, EinwohnerInnen von Zvornik in Serbien selbst vor dem Bürgerkrieg Schutz suchten, wie Borislav Jovic, ein Zeuge der Anklage, berichtete.[54]
Unter diesen und anderen Idiotien in den Argumenten der Tribunsalsrichter bedeutete es Genozid, wenn viele Männer einer Gruppe getötet werden, um die zukünftige Bevölkerungszahl dieser Gruppe zu reduzieren, und sie damit in einem Gebiet nicht länger lebensfähig zu machen. Natürlich könnte man sie auch umbringen wollen, damit sie einen selbst später nicht umbringen, aber der Gerichtshof kennt die serbische Psychologie besser - das konnte nicht der einzige Grund sein, es muß bösartigere Gründe gegeben haben. Die Argumentation des Tribunals macht es möglich, daß mit ein klein wenig der Anklage freundlich gesinntem Psychologisieren jeder Fall in welchem feindliche Soldaten getötet werden als Genozid bezeichnet werden kann.
Es gibt auch ein Problem mit der Definition der [angeblich angegriffenen] Gruppe. Versuchten die Serben alle Muslime in Bosnien zumzubringen, oder überhaupt alle Muslime? Oder nur in Srebrenica? Die RichterInnen schlugen vor, daß deren Vertreibung aus Srebrenica selbst schon ein Genozid war, und sie setzten damit Genozid mit ethnischer Säuberung gleich. [55] Es sollte bemerkt werden, daß der ICTY die kroatische ethnische Säuberung von 250.000 SerbInnen von Krajina niemals als "Genozid" bezeichnet hat, obwohl in diesem Fall viele Frauen und Kinder getötet worden sind, die ethnische Säuberung in einem größeren Gebiet stattfand und gegen eine größere Einwohnerzahl als in Srebrenica gerichtet worden ist.[56] (Am 10. August 1995 empörte sich Madeleine Albright vor dem Sicherheitsrat, daß in Srebrenica "beinahe 13.000 Männer, Frauen und Kinder von ihren Häusern vertrieben" worden sind[57]) Möglicherweise hatte der ICTY Richard Holbrookes komische Bezeichnung von Krajina als einen Fall "unfreiwilliger Vertreibungen" übernommen. [58] Die Parteilichkeit ist offensichtlich; die Politisierung einer angeblich juristischen Untersuchung ist extrem.
Die Behandlung der Fälle Srebrenica und Krajina in den Medien folgten dem gleichen Muster und illustrierten gut, wie die Medien manche Opfer würdig und andere unwürdig machten, in Übereinstimmung mit der politischen Agenda. Da die serbische Regierung der Feind war, und der eigene Staat die massive ethnische Säuberung durch die Kroaten in der Krajina-Region aktiv unterstützte, widmeten die Medien ersterer große Empörung, feindliche Worte, Aufrufe zu Reaktionen, und ließen den Kontext beiseite. Krajina wurde wenig Aufmerksamkeit gewidmet, es gab keine Empörung, die Sprechweise war neutral und es wurde der Kontext geliefert welcher die Ereignisse verständlich machte. Der Kontrast ist so stark, daß es beinahe komisch ist: der Angriff auf Srebrenica war "schrecklich", "mörderisch", "barbarisch", "kaltblütige Morde", "ein Genozid", "Aggression" und natürlich "ethnische Säuberung". Bei Krajina verwendeten die Medien keine derartig starke Sprache, und sogar das Wort ethnische Säuberung war zuviel für sie. Der kroatische Angriff war lediglich ein großer "Umbruch", welcher "den Feind schwächt"; er wurde als "Reaktion auf Srebrenica" und als Ergebnis der "ihre Stärke übermäßig ausnutzenden" Serben wegargumentiert. Die Washington Post zitierte sogar den US-Botschafter Kroatiens, Peter Glbraith, mit "der Serbische Exodus war keine 'ethnische Säuberung'." [59] Die Zeitung erlaubte keine Hinterfragung dieser Einschätzung. Tatsächlich hatten die kroatischen Operationen in der Region Krajina Kroatien zum ethnisch homogensten Teil des ehemaligen Jugoslawiens gemacht, obwohl die NATO-Besatzung des Kosovos eine albanische ethnische Säuberung erlaubt hatte, welche mit jener in Kroatien keinen Vergleich zu scheuen braucht.
Eine weitere Anomalie im Fall Srebrenica ist die Forderung alle Kriminellen (Serben) vor Gericht zu stellen und die willigen Scharfrichter dazu zu bringen sich für schuldig zu bekennen, da dies für die Gerechtigkeit und die Wiederversöhnung notwendig wäre. Ein Problem ist, daß Gerechtigkeit nicht einseitig sein kann, sonst hört sie auf Gerechtigkeit zu sein und zeigt ihr wahres Gesicht als Rache und einem Vorwand für politische Ziele. Ethnische Säuberungen gingen in Bosnien sicher nicht nur von einer Seite aus, und die Opferzahlen spiegelten beinahe die Verhältnisse zwischen den Bevölkerungszahlen der Ethnien wieder;[60] die Serben sprachen von tausenden Ermordungen durch bosnische Muslime, deren importierten Mujahedin-Kämpfer, und durch Kroaten, viele von diesen sind dokumentiert, und sie haben eine eigene Gruppe welche versucht an den geschätzten 73 Massengräbern Leichen zu identifizieren. [61] Diese ungleiche Behandlung wurde von den westlichen Medien und dem ICTY kaum bemerkt - der distinguierte jugoslawische forensische Experte Dr. Zoran Stankovic bemerkte noch 1996, daß "die Tatsache, daß diese Gruppe bisher die Leichen von 1.000 bosnischen Serben in der [Srebrenica-]Region identifiziert ht, hat den Ankläger Richard Goldstone nicht interessiert."[62] Anstattdessen gab es den ständigen Refrain von winselnden Serben, wärhrend die Klagen von bosnischen Muslimen als von echten Opfern kommmend betrachtet wurden.
Anstatt die Wiederversöhnung zu begünstigen verstärkt die ständige Konzentration auf die Opfer und Mörder von Srebrenica den Haß und den Nationalismus, genauso wie der Kosovokrieg und seine Gewalt den Haß und die Spannungen dort verschlimmerten, und auch zeigte, daß Clintons angebliches Ziel eines toleranten und multiethnischen Kosovos erlogen war. Im Kosovo entfesselte die einseitige Propaganda und die Kontrolle durch die NATO brutale und unnachgiebige Gewalt gegen SerbInnen, Roma, TürkInnen und andersdenkenden AlbanerInnen -- Gewalt welche durch die Bereitschaft der NATO-Kräfte in die andere Richtung zu sehen wenn ihre Verbündeten - die angeblichen Opfer - ihren Haß auslebten und ihren seit lange dagewesenen Plan einer ethnischen Säuberung umsetzten. [63] In Bosnien und Serbien waren die Serben andauernd Angriffen ausgesetzt, sie wurden gedemütigt, ihre Führer und ihr militärisches Personal wurden bestraft während die Kriminellen unter den bosnischen Muslimen, den Kroaten und den NATO-Mächten (z.B. Clinton, Blair, Albright, Holbrooke) keine Strafen drohten[64] und viele sogar als Gerechtigkeitsbringer dargestellt wurden (z.B. Clinton).
Es ist klar, daß die Ziele jener welche nach Vergeltung riefen nicht Gerechtigkeit und Wiederversöhnung waren - die Ziele waren die Position der bosnischen Muslime zu stärken und diese zu einigen, die Republik Srpska zu zerschmettern, wahrscheinlich auch sie als eigenständigen Teil Bosniens zu eliminieren, Serbien desorganisiert, schwach und vom Westen abhängig zu machen, und den Angriff der USA und der NATO und die Zerteilung Jugoslawiens positiv darzustellen. Für das letzte Ziel war es notwendig die Aufmerksamkeit von der Rolle Clintons und der bosnischen Muslime bei der Etablierung Al-Kaidas im Balkan wegzulenken, von Izetbegovics Allianz mit Osama bin Ladan, seiner Islamaischen Deklaration, die sich gegen einen multiethnischen Staat aussprach
[65], von der Importation von 4.000 Mujahedin um in Bosnien einen heiligen Krieg zu kämpfen, was mit aktiver Unterstützung der Regierung Clintons geschah, und auch von der Verbindung zwischen der KLA und Al Kaida.
Diese Aspekte der Unterstützung der bosnischen Muslime waren für Kriegspropagandisten immer unangenehm, und sie wurden nach dem 11. September 2001 noch unangenehmer -- der Bericht der 9/11-Kommission behauptet, daß zwei der 19 Entführer, Nawaf al Hazmi und Khalid al Mihdhar, und ein "Mastermind" des Angriffs, Khalid Sheikh Mohammed, in Bosnien "gekämpft" hatten, und daß bin Laden in Zagreb und Sarajevo Abteilungen für gewisse "Dienstleistungen" hatte.[66] Trotz dem großen Fokus auf den 11. September und Al-Kaida wurden diese Verbindungen in den Mainstreammedien nie aufgezeigt und haben den bosnischen Prokonsul Paddy Ashdown nicht beeinflußt; dieser nahm am Begräbnis Izetbegovics teil und setzt sich weiterhin für die Interessen der bosnischen Muslime ein. Die Serben beschwerten sich 1993 natürlich über die Brutalität der Mujahedin (und über die Enthauptungen), aber die Medien und der ICTY waren und sind daran nicht interessiert. Man spricht nur über Srebrenica, die bosnischen Muslime als einzige Opfer und die großzügige wenn auch späte Hilfe für diese armen Schlucker von seiten Clintons und dem Westen.
Aber hatten die bosnischen Serben nicht "zugegeben", daß sie 8.000 ZivilistInnen umgebracht hatten? Das wurde in den westlichen Medien so dargestellt, demonstriert aber wieder nur ihre Dienerschaft für die politische Agenda ihrer Führerschaft. Die bosnischen Serben publizierten im September 2002 tatsächlich einen Bericht,[67] aber dieser wurde von Paddy Ashdown abgelehnt, da er nicht zu den richtigen Schlußfolgerungen gelangte. Er erzwang daher einen neuen Bericht, indem er einen Haufen Politiker und Analysten der Rebublika Srpksa feuerte, ihrer Regierung [mit der Auflösung] drohte und schließlich einen Bericht von Leuten bekam welche die offiziell gewünschten Schlußfolgerungen liefern sollten. [68] Dieser Bericht, publiziert am 11. Juni 2004, wurde in den westlichen Medien als eine glaubhafte Bestätigung der offiziellen Position betrachtet - der Refrain lautete, die bosnischen Serben "geben das Massaker zu", was die Sache endgültig abschließen sollte. Amüsanterweise kam nichteinmal dieser erzwungene Bericht der Zugabe von 8.000 Exekutionen nahe (er sprach von "mehreren tausend" Exekutionen). Was diese Episode "beweist" ist, daß die westliche Kampagne die Serben zu demütigen noch nicht beendet ist, und daß die Medien mit Leichtgläubigkeit ihren Propagandadienst fortführen.
SchlußfolgerungenDas "Srebrenca-Massaker" ist der größte Propagandatriumph des Balkankrieges. Auch andere [unbewiesene] Behauptungen oder schlichte Lügen haben in den Balkankonflikten eine Rolle gespielt, aber während manche dieser trotz kritischen Nachfragen einen bescheidenen Platz im Propagandarepertoire behalten konnten (wie Racak, das Markale-Massaker, die serbische Weigerung bei Rambouillet zu verhandeln, die 250.000 bosnischen Toten, die Behauptung, daß großserbische Bestrebungen die Ursache der Balkankriege waren), [69] thronte das Srebrenica-Massaker überlegen mit symbolischer Macht. Es ist das Symbol serbischer Bösartigkeit und der Opferrolle der bosnischen Muslime; und es ist ein Symbol für die Richtigkeit der westlichen Zerteilung Jugoslawiens und deren vielschichtiger Interventionen, unter anderem in Form eines Bombenkrieges und kolonialer Besatzungen Bosnien-Herzegovinas und des Kosovos.
Aber dieser Propagandatriumph hat mit Wahrheit und Gerechtigkeit nur sehr wenig zu tun. Die Entfernung von der Wahrheit wird gut durch die Tatsache gezeigt, daß die ursprüngliche Schätzung von 8.000 Exekutierten, miteingeschlossen 5.000 "Vermisste", welche Srebrenica verlassen hatten und in Richtung der bosnisch-muslimischen Linien geflohen waren, beibehalten worden ist, auch nachdem bekannt geworden ist, daß viele Tausend unversehren dort ankamen, und daß Tausende tatsächlich bei Gefechten gestorben waren. Diese nette runde Zahl lebt heute trotz der nicht gefundenen Exekutierten weiter, und auch obwohl kein einziges Satellitenphoto die Exekutionen, die Körper, die Grabungen oder Lastwägen welche Leichen transportiren zeigen. Die Medien sind Fragen zu diesem Problem behutsam aus dem Weg gegangen, trotz Albrights versprechen im August 1995, "Wir werden zusehen".
Daß Albrights Statement und die Photos die sie damals zeigte die Aufmerksamkeit vom gerade stattfindenen "Krajina-Massaker" an Serben in Kroatien ablenkte, einer ethnischen Säuberung viel größeren Umfangs und viel größerer Brutalität, in welcher es weniger echte Kämpfe gab als in Srebrenica, bei denen wehrlose ZivilistInnen angegriffen, ermordet und vertrieben worden sind. Bei Srebrenica haben die bosnischen Serben Frauen und Kinder in Sicherheit gebracht, und es gibt keine Beweise dafür, daß irgendwelche von diesen ermordet worden sind; [70] in Krajina gab es keine solchen Schutzmaßnahmen und es wird geschätzt, daß 368 Frauen und Kinder umgebracht wurden, zusammen mit vielen welche zu alt oder zu schwach waren, um zu flüchten.[71] Ein Maß für den Propagandaerfolg des "Srebrenica-Massakers" ist, daß die Möglichkeit, daß die intensive Aufmerksamkeit auf dem Srebrenica-Massaker als Ablenkung für das direkt darauffolgende "Krajina-Massaker" diente, das von den Vereinigten Staaten unterstützt worden ist, außerhalb der Denkmöglichkeiten der Medien lag. Für die Medien war Srebrenica die Ursache von Krajina.[72]
Die Medien spielten bei der Schaffung des Propgandatriumphs des Srebrenica-Massakers eine bedeutende Rolle. Wie schon zuvor bemerkt worden ist sind die Medien seit 1991 zu Mitkämpfern geworden, und alle Standards an Objektivität wurden bei ihren Diensten für die Agenda, welche pro bosnische Muslime und anti-serbisch war, über Bord geworfen. U.S. Army Leutnant Oberst John Sray schrieb im Oktober 1995, die Berichterstattung von Christine Amanpour und anderen über ein Gefect um Goradze beschreibend, daß diese Berichte "keinerlei Ähnlichkeit mit der Realität" hatten, so daß die AmerikanerInne an einer "Fülle an Desinformation" litten; "Amerika ist [seit dem Vietnamkrieg] nicht so krankhaft in die Irre geführt worden", und die öffentliche Meinung über Bosnien "ist von einer produktiven Propgandamaschine kreiert worden [... welche] es geschafft [hat] Illusionen zu schaffen, um die muslimische Agenda zu stärken."[73]
Diese Propgandamaschine hat auch Liberale und einen Großteil der Linken der Vereinigten Staaten erobert, welche den herrschenden Narrativ über böse Serben welche eine Hegemonie anstreben und dabei einzigartig brutale und genozidäre Methoden anwenden würden schluckten; [die Serben] würden die einstige multikulturelle Gesellschaft in Bosnien umstoßen; (diese wurde zufällig von Osama bin ladens Freund und Verbündeten Alija Izetbegovic geführt;) und die Berichtigung der Lage kam, wenn auch etwas spät, durch Clinton, Holbrook und Albright, in enger Zusammenarbeit mit dem Iran, der Türkei und Saudi Arabien. Die liberale/linke Kriegskoalition bedurfte serbischer Dämonen um eine imperialistische Kriegsführung zu rechtfertigen, und sie bekamen diese indem sie gewisse Lügen und Mythen welche den herrschenden Narrativ bestimmten akzeptierten und übernahmen.[74] Dieses Bündnis von Liberalen und der "Cruise-Missile-Linken" (CMLs) war für die Begründung des Angriffs auf Serbien als "humanitäre Intervention" und die Unterstüzung der Kosovo Liberation Army verantwortlich, und bereitete sogar Rechtfertigungen für Bushs "Befreiungs"-Kriege vor.[75] Das Srebrenica-Massaker machte Liberale und CMLs zu gläubigen Teilnehmern am Kreuzzug im Balkan und gab eine moralische Stütze für die Ausweitung der imperialistischen Rolle ihres Landes und seiner Verbündeten ab.
Der frühere UNO-Beamte Cedric Thornberry bemerkte 1996 "besonders in Teilen der internationeln liberalen Medien" die auffällig [konsequent vertretene] Auffassung, "daß die Serben die einzigen Verbrecher waren", und zurück in den UNO-Hauptquartieren wurde er im Frühling 1993 gewarnt: "in Deckung, es ist bereits alles entschieden"[76] Es war bereits entschieden, wenn auch nur stillschweigend und in die Beziehungen zwischen Regierungen, den Medien und dem Tribunal eingebaut. [Die Medien] halfen dabei mit das Srebrenica-Massaker zu einem Symbol für das Böse zu machen und dieses bot, mit Hilfe der "Justiz" des Tribunals und der Unterstützung durch Liberale und die CMLs einen Vorwand für den US/NATO-Angriff auf Jugoslawien, dessen Zerteilung, für die kolonialen Besatzungen Bosniens und des Kosovos und, allgemeiner, für das Prinzip der "humanitären Intervention". Was könnte man mehr von einem Propagandasystem erwarten?
Fußnoten
[1]
"Bosnia: 2 Officials Dismissed for Obstructing Srebrenica Inquiry," AP Report, New York Times, April 17, 2004; Marlise Simons, "Bosnian Serb Leader Taken Before War Crimes Tribunal," New York Times, April 8, 2000; UN, The Fall of Srebrenica (A/54/549), Report of the Secretary-General pursuant to General Assembly resolution 53/35, November 15, 1999, par. 506 (» http://www.un.org/News/ossg/srebrenica.pdf)
[2]
See Ivo Pukanic, "US Role In Storm: Thrilled With Operation Flash, President Clinton Gave the Go Ahead to Operation Storm," Nacional (Zagreb), May 24, 2005.
[3]
Barton Gellman, "The Path to Crisis: How the United States and Its Allies Went to War," Washington Post, April 18, 1999
[4]
"Einige überlebende Mitglieder der Delegation aus Srebrenica haben vermerkt, daß Präsident Izetbegovic auch gesagt habe, daß er erfahren habe, daß eine NATO-Intervention in Bosnien möglich wäre, aber nur wenn die Serben in Srebrenica einfallen würden und dort zumindest 5.000 Leute umbringen. Präsident Izetbegovic hat [später] geleugnet etwas derartiges gesagt zu haben." The Fall of Srebrenica (A/54/549), Report of the Secretary-General pursuant to General Assembly resolution 53/35, November 15, 1999, par. 115, (» http://www.haverford.edu/relg/sells/reports/UNsrebrenicareport.htm) Der UNO-Bericht erwähnt nicht, daß neun andere bei diesem Treffen anwesend waren, und daß einer von ihnen, Hakija Meholijic, der frühere Polizeischef von Srebrenica, bekanntgegeben hat, daß acht von ihnen (sie sind alle noch am leben) "diese Aussage" Clintons bestätigen können. (Dani, June 22, 1998: » http://cdsp.neu.edu/info/students/marko/dani/dani2.html)
[5]
Politics of War Crimes, Bogdanich, chapter 2, "Prelude to Capture," and Fenton, chapter 3, "Military Context." See also, Tim Ripley, Operation Deliberate Force (Center for Defence and Security Studies: 1999), p. 145.
[6]
In seiner Balkan Odyssey bemerkte Lord David Owen "Indem die Kontaktgruppe die Übernahme von Westslawonien durch Kroatien gestattete gab sie im Prinzip dem Angriff der bosnischen Serben auf Srebrenica und Zepa ein grünes Licht." (S.199-200) Owen hatte unrecht: die Kontaktgruppe diente nur einer der beiden Seiten, und die Unterlassung der Berichterstattung über und der Kritik der akzeptierten Aggression machte es möglich die Übernahme Srebrenicas als unprovoziertes Übel zu präsentieren.
[7]
Veritas schätzte, daß bei Operation Storm 1205 ZivilistInnen getötet worden sind, unter diesen 358 Frauen und 10 Kinder. In den Gräbern um Srebrenica wurde von den 1.895 Personen nur eine Fraue gefunden. Siehe "Croatian Serb Exodus Commemorated," Agence France Press, Aug. 4, 2004; und auch, Veritas unter » www.veritas.org.yu.
[9]
Die Rolle als Mitkämpfer wurde von Peter Brock in seinem "Dateline Yugoslavia: The Partisan Press", Foreign Policy, Winter 1993-94, beschrieben. Ein in kürze erscheinendes Buch von Brock Media Cleansing: Uncovering Yugoslavias Civil Wars zeigt diese Parteilichkeit in noch größerem und effektiverem Detail. In seiner Autobiographie hat der US Staatssekretär James Baker vermerkt, daß er seiner Pressesekretärin Margaret Tutweiler aufgetragen hat den bosnischen Außenminister Haris Silajzidc dabei zu helfen die westlichen Medien für die Stärkung der bosnisch-muslimischen Sache zu nutzen, und bemerkte dabei, "daß er sie mit vier Fernsehsendern, der Washington Post und der New York Times sprechen [ließ].". James A. Baker, The Politics of Diplomacy (Putnam: 1995), pp. 643-4.
[10]
Der PR-Sprecher der NATO, Jamie Shea, antwortete am 16. Mai 1999 auf die Frage, ob die NATO vom Tribunal belangt werden könne, daß er darüber unbesorgt sei. Er sagte, die Anklage würde ihre Nachforschungen beginnen, "weil wir ihr dies gestatten". Und er bemerkte, daß es "die NATO Länder sind", "welche [das Tribunal] finanzieren", und er sprach über die Notwendigkeit eine zweite Kammer zu errichten, "so daß die Anklagen schneller vonstatten gehen können, wir wollen sehen, daß die Kriminellen verurteilt werden" » http://www.nato.int/kosovo/press/p990516b.htm Siehe Michael Mandel, How America Gets Away With Murder (London: Pluto, 2004), Kapitel. 4-5; Edward Herman, "The Milosevic Trial, Part 1," Z Magazine, April 2002.
[11]
Siehe Politics of War Crimes, Kapitel. 7, Bogdanich, "UN Report on Srebrenica-A distorted Picture of Events."
[12]
Raymond K. Kent, "Contextualizing Hate: The Hague Tribunal, the Clinton Administration and the Serbs," Dialogue (Paris), v. 5, no. 20, December, 1996 (as posted to the Emperor's Clothes website, » http://www.emperors-clothes.com/misc/kent.htm)
[13]
Carl Savitch, "Celebici," » http://www.serbianna.com/columns/savich/047.shtml.
[14]
Es wäre auch schwierig die Brutalität der bosnischen Muslime im Celebici-Lager zu übertreffen. Diana Johnstone, Fools' Crusade (Pluto: 2002), pp. 71-
[18]
Johnstone, Fools' Crusade, pp, 72-73; Thomas Deichmann, "Misinformation: TV Coverage of a Bosnian Camp," Covert Action Quarterly, Fall, 1998, pp. 52-55.
[20]
For a good summary of the case that these were "Self-Inflicted Atrocities," with further references, see the Senate Staff Report of January 16, 1997, on "Clinton Approved Iranian Arms Transfers Help Turn Bosnia Into Militant Islamic Base," http://www.senate.gov/%7erpc/releases/1997/iran.htm#top. See also Cees Wiebes, Intelligence and the War in Bosnia, 1992 - 1995, London: Lit Verlag, 2003, pp. 68-69: » http://213.222.3.5/srebrenica/toc/p6_c02_s004_b01.html).
[21]
John E. Sray, "Selling the Bosnian Myth to America: Buyer Beware," Foreign Military Studies, Fort Leavenworth, Kansas, October, 1995, .
[22]
For exceptions to this rule, Leonard Doyle, "Muslims 'slaughter their own people.'" The Independent, Aug. 22, 1992; Hugh Manners, "Serbs 'Not Guilty' of Massacre," The Sunday Times [London], Oct. 1, 1995. David Binder was unable to get his own paper, the New York Times, to publish analyses of possible Muslim involvement in Sarajevo massacres; he had to publish these elsewhere. See David Binder, "The Balkan Tragedy: Anatomy of a Massacre," Foreign Policy, No. 97, Winter, 1994-1995; David Binder, "Bosnia's Bombers," The Nation, October 2, 1995
[23]
For a good summary, Srdja Trifkovic, "Une spectaculaire revision de chiffres," Balkan Infos (B.I.), February 2005.
[25]
See Trifkovic, supra note 23; also, » http://grayfalcon.blogspot.com/2004/12/death-tolls-part-3.html.
[26]
See Edward Herman and David Peterson, "The NATO-Media Lie Machine: 'Genocide' in Kosovo," Z Magazine, May 2000: » http://www.zmag.org/ZMag/articles/hermanmay2000.htm
[29]
Detailed evidence was presented to the UN on "War Crimes and Crimes of Genocide in Eastern Bosnia (Communes of Bratunac Skelani, and Srebrenica) Committed Against the Serbian Population from April 1982 to April 1993," by the Yugoslav Ambassador to the UN; see also Joan Phillips, "Victims and Villains in Bosnia's War," Southern Slav Journal, Spring-Summer 1992.
[30]
Bill Schiller, "Muslims' hero vows he'll fight to the last man," Toronto Star, January 31, 1994; John Pomfret, "Weapons, Cash and Chaos Lend Clout to Srebrenica's Tough Guy," Washington Post, February 16, 1994.
[31]
Carl Savich, "Srebrenica and Naser Oric: An Analysis of General Philippe Morillon's Testimony at the ICTY," » http:/www.serbianna.co.
[32]
"No Evidence of Civilian Casualties in Operations By Bosnian Commander," BBC Monitoring International Reports, April 11, 2003; for a review of Oric's operations and a critical analysis of the ICTY decision, Carl Savitch, "Srebrenica: The Untold Story," » http://www.serbianna.com/columns/savich/o51.html.
[33]
Politics of War Crimes, chaps 2-3. The UN estimated that there had been 3-4,000 Bosnian Muslim soldiers in Srebrenica just before its fall.
[37]
Ein Beamter des Roten Kreuzes erzählte einem deutschen Interviewer, daß jene Muslime die geflohen sind und noch leben "nicht von der Liste genommen werden können, daß wir ihre Namen nicht erhalten haben"; aus Pumphrey, "Srebrenica: Three Years Later, And Still Searching." Siehe auch "Former Yugoslavia: Srebrenica: help for families still awaiting news," International Committee of the Red Cross, September 13, 1995 » http://www.icrc.org/Web/Eng/siteeng0.nsf/iwpList74/7609D560283849CFC1256B6600595006
[40]
Dieser Sprung von einigen Toten auf 8.000 wurde kürzlich bei einem Bericht von Tim Judah und Daniel Sunter im London Observer illustriert, bei dem es um ein Video geht, auf welchem die Ermordungen von sechs bosnischen Muslimen zu sehen ist; dieses Video wurde im Juni 2005 sehr bekannt. Es sei "der endgültige, unangreifbare Beweis des serbischen Massakers in Srebrenica, wo mehr als 7.500 bosnische Muslime, Männer und Burschen, getötet worden sind." ("How the video that put Serbia in dock was brought to light," June 5).
[41]
ICTY, Amended Joinder Indictment, May 27, 2002, Par. 51: » http://www.un.org/icty/indictment/english/nik-ai020527c.htm.; David Rohde, "The World Five Years Later: The Battle of Srebrenica Is Now Over The Truth," New York Times, July 9, 2000.
[42]
Steven Lee Meyers, "Making Sure War Crimes Aren't Forgotten," New York Times, September 22, 1997. In fact, one U.S. official acknowledged in late July 1995 that "satellites have produced nothing." Paul Quinn-Judge, "Reports of Atrocities Unconfirmed So Far: U.S. Aerial Surveillance Reveals Little," Boston Globe, July 27, 1995.
[43]
The web site of the International Commission on Missing Persons in the Former Yugoslavia acknowledges that the bodies "have been exhumed from various gravesites in northeast HiH," not just in the Srebrenica region; quoted in a 2003 Statement by ICMP Chief of Staff Concerning Persons Reported Missing from Srebrenica in July 1995, Gordon Bacon.
[50]
Diese Behauptung taucht im November 1995 bei den Anklagen Radovan Karadzics und Ratko Mladics auf; sie wurde von einem französischen Polizisten, Jean-Rene Ruez aufgebracht, und kam im Juli 1996 am ICTY während siebentägiger öffentlicher Anhörungen der Vorwürfe gegen Karadzic und Mladic das erste mal an die Öffentlichkeit. Die Associated Press berichteten damals über Ruezs Leber-Ess-Behauptung: (Jennifer Chao, 3. Juli 1996): "Unter dem fieberhaften Massenmord gab es auch Sadismus. Ruze sprach von einem Fall, in welchem ein Soldat einen Mann dazu gezwungen hat den Bauch seines Enkels zu öffnen und einen Teil seiner Leber zu essen. 'Er nahm den alten Mann und drückte ihm ein Messer in die Hand [..] und schnitt den Bauch des kleine Buben dann mit der Spitze des Messers auf und nahm ein Organ aus dem inneren des Kindes und zwang den alten Mann dieses zu essen', erzählte Ruez dem Gericht."
[54]
Jovic testified in the Milosevic trial on November 18, 2003 » www.slobodan-milosevic.org November 18, 2003. November 18, 2003.
[55]
Politics of War Crimes, Mandel, chap. 6; also, Michael Mandel, How America Gets Away With Murder (Pluto: 2004), pp. 157-8.
[56]
Carlos Martins Branco, ein ehemaliger Militärbeobachter der UNO in Bosnien behauptete, daß eher in Krajina als in Srebrenica ein geplanter Genozid erkennbar wäre, "als die kroatische Armee die Ermordung aller dort aufgefundenen Serben unternahm. In diesem Fall schwiegen die Medien vollkommen, trotz der Tatsache, daß dieser Genozid drei Monate lang dauerte. Das Ziel von Srebrenica war ethnische Säuberung, nicht Genozid, nicht wie das, was in Krajina geschah, wo, obwohl es keine militärischen Auseinandersetzungen gab, die kroatische Armee Dörfer dezimierte" "Was Srebrenica A Hoax? Eye-Witness Account of a Former UN Military Observer in Bosnia," » http://globalresearch.ca/articles/BRA403A.html
[57]
Madeleine Albright, again before the Security Council (The Situation in the Republic of Bosnia and Herzegovina (S/PV.3564), UN Security Council, August 10, 1995, 5.30 p.m., pp. 6-7):
[59]
"U.N. Report: Bosnian Serbs Massacred Srebrenica Muslims," Washington Post, Aug. 12, 1995; John Pomfret, "Investigators Begin Exhuming Group of Mass Graves in Bosnia," Washington Post, July 8, 1996. Biggest "upheaval" is in "Softening Up The Enemy," Newsweek, Aug. 21, 1995.
[60]
See the evidence drawn from the Norwegian study of Bosnia casualties in: » http://grayfalcon.blogspot.com/2004/12/death-tolls-part-3.html.
[61]
Slavisa Sabijic, "The Trade in Bodies in Bosnia-Herzegovina": http://www.serbianna.com/press/010.html; Joan Phillips, "Victims and Villains in Bosnia's War," Southern Slav Journal, Spring-Summer 1992.
[62]
"Yugoslav Forensic Expert Says No Proof About Srebrenica Mass Grave," BBC Summary of World Broadcasts, July 15, 1996.
[63]
Kosta Christitch, "Les veritable raisons d'une faillite," B.I., März 2005. Wie Diana Johnstone festgestellt hat: "indem jeder Vorwurf gegen Serben unterstützt und jedes Verbrechen gegen Serben ignoriert wird, haben die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten NATO-Staaten der Gewalt gegen sie grünes Licht gegeben. Ehnisch albanische Kinder wachsen im Glauben auf, daß niemand sie dafür bestraft, wenn sie ältere 'Skrinje' (das ethnische Schimpfwort für Serben) jagen und totschlagen" The OSCE Report: Things Told and Things Seen ZNet Commentary, 26. Dezember 1999.
[64]
Es gab eine kleine Zahl an Ausnahmen, ahuptsächlich kleine Fische unter den Muslimen und Kroaten; diese wurden normalerweise dann angeklagt, wenn die Unausgeglichenheit übermäßig stark aussah, und ein gewisser Ausgleich aus PR-Gründen notwendig war. Keiner der kroatischen oder bosnischen Anführer wurde angeklagt, obwohl behauptet worden ist, daß es bald zu Anklagen kommen würde, kurz nachdem Tudjman und Izetbegovic gestorben wären, aber die langen Verzögerungen wurden nie erklärt. Niemand in der NATO wurde angeklagt. Für eine gute Behandlung dieser starken Parteilichkeit siehe Mandel, How America Gets Away With Murder, Part II.
[65]
In seiner Islamischen Deklaraton von 1970, von der er sich später nie distanzierte, sagte Izetbegovic: "Es gibt weder Frieden noch Koexistenz zwischen der 'Islamischen Religion' und nicht-islamischen sozialen und politischen Institutionen. Da er das Recht hat die Welt zu regieren, verbietet es der Islam, daß fremde Ideologien auf seinem Gebiet praktiziert werden", zitiert in Johnstones, Fools' Crusade, S. 58.
[66]
The 9/11 Commission Report, Final Report of the National Commission on Terrorist Attacks Upon the United States, Official Government Edition, pp. 58, 146-147, 155, 238-239.
[67]
Documentation Centre of Republic of Srpska, Report About Case Srebrenica (The First Part), (Banja Luka, Sept. 2002).
[68]
Gregory Copley, "US Official Implicated With Bosnian High Representative Ashdown in Attempting to Force Fabricated Report on Srebrenica," Defense & Foreign Affairs Daily, September 8, 2003: » http://www.slobodan-milosevic.org/news/ssi09082003.htm; Nebojsa Malic, "Srebrenica Revisited: Reports, Confessions and the Elusive Truth," Antiwar.com, June 24, 2004: » http://antiwar.com/malic/?articleid=2865
[69]
On the fallacies of the claims regarding Racak, Rambouillet and the Serb drive for a Greater Serbia as a reality and causal force, see Johnstone, Fools' Crusade, and Mandel, How America Gets Away with Murder.
[70]
Only one body found around Srebrenica in the graves explored through 1999 was identified as female.
[71]
See note 7 above. Tim Ripley says that "Thousands of people, those too old or infirm to flee,’¡Äremained behind. UN patrols soon found hundreds had been murdered by Croat soldiers and civilians. Almost every home had been looted." (p. 192).
[72]
Serb refugees in Srebrenica in 1997 are explained as "coming from neighborhoods elsewhere that Croat and Muslim armies emptied in retaliation for the Srebrenica atrocities and other such killings." Dana Priest, "U.S. Troops Extend a Hand To Refugees Tainted by War," Washington Post, Feb. 18, 1997.
[74]
For an account and critique of these humanitarian interventionists, see Edward Herman and David Peterson, "Morality's Avenging Angels: The New Humanitarian Crusaders," in David Chandler, ed., Rethinking Human Rights (Palgrave: 2002). For a more extensive dismantling of their arguments, see Johnstone's Fools' Crusade and Mandel's How America Gets Away With Murder.
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