Die Rückeroberung von Allmenden - von alten und von neuen
von John Hepburn
15.09.2005 — ZNet
Who steals the goose from off the common
But leave the greater villain loose
Who steals the common from the goose
Eines der ersten und besten Bücher, das ich über die weltweite Umweltbewegung und die soziale Krise gelesen habe, war "Whose Common Future" ("Wessen gemeinsame Zukunft"), von den Herausgebern des Ecologists. Es ist eine vernichtende Antwort auf den Brundtland-Report, welcher sich "Unsere gemeinsame Zukunft" betitelte - und welcher aus dem Rio Earth - Gipfel 1992 hervorgegangen ist (UNCED - United Nations Conference on Environment and Development).
Hier ist ein Zitat aus dem Buch, das mir als eine der besten Zusammenfassungen der Essenz der Allmende und der Gründe, warum man sie verteidigen sollte, in Erinnerung geblieben ist:
Das beste, das man über das Earth Summit sagen kann, ist, daß es die Eigeninteressen aufzeigt, die den Weg zu jener Art von moralischer Wirtschaft blockieren, zu welcher kleinere Gmeinschaften von Menschen wieder zurückfinden wollen; also Menschen, welche heute täglich mit den Folgen der Umweltzerstörung konfrontiert sind. Das Spektakel der Großen und Guten beim UNCED, welche so tun, als würden sie über "Lösungen" sprechen, "Lösungen", die ihrer Macht und ihrem Lebensstandard keinen Schaden antun, haben den Zweifel jener bestärkt, deren Schicksal und Lebensqualität dadurch bestimmt wird [...] Für sie ist die Frage nicht, wie die Umwelt verwaltet werden soll - sie haben diesbezüglich Lehren aus der Vergangenheit gezogen - sondern: wer sie verwalten wird, und in wessen Interessen.
Die Hauptfrage bleibt - wer trifft die Entscheidungen, und in wessen Interessen - und für mich ist dies einer der wichtigsten Aspekte bezüglich der Allmende.
Eine Allmende ist ein Gut (sei es physisch, räumlich, geistig), welches von der Gemeinschaft für die Gemeinschaft verwaltet wird. Die strittige Frage wird dann, "Wer ist die Gemeinschaft". Die Frage hängt unweigerlich von der Ressource ab, um die es geht.
Es gibt einen weit verbreiteten und etwas romantischen Mythos, daß "Gemeingüter" per Definitionem keine Grenzen haben, und allen offen stehen. Wenn wir aber auf die am meisten gefeierten Beispiele von Gemeingütern blicken, sehen wir, daß dies im Allgemeinen nicht der Fall war. In den ländlichen Gebieten Englands wurden die Allmenden von der Dorfgemeinschaft für die Dorfgemeinschaft verwaltet. Aber die Gemeinschaft dehnte sich nicht auf die ganze Welt auf, nichteinmal auf jeden in England. Es war eine Allmende für eine bestimmte geographische Gemeinschaft von Menschen. Die Verwaltung der Allmende wurde durch die sozialen Beziehungen der Menschen innerhalb der Gemeinschaft bestimmt. Jeder in dieser Gemeinschaft genoss Vorteile durch die Gemeingüter, und sie hatten daher ein Interesse an deren Verwaltung. Aber es gab, durch die Beziehungen innerhalb des Dorfes bestimmt, Menschen, welche für ihre Bewirtschaftung (oder für Mißwirtschaft) verantwortlich waren.
Bei Allmenden geht es grundsätzlich darum, daß Menschen Zugang zu Ressourcen haben und in jenem Ausmaß Entscheidungen über diese Ressourcen treffen können, wie sie durch diese Entscheidungen betroffen werden. Wenn man von einer Entscheidung nicht beeinflusst wird, dann hat man kein Recht darauf, mitzuentscheiden. Wenn man beeinflusst wird, dann hat man ein Recht. In dieser Art sind Allmenden eine Verwirklichung von partizipativer Demokratie und von Selbstverwaltung.
Ein schwieriges Problem, mit welchem Gemeingüter den Kapitalismus konfrontieren, ist, daß sie von niemandem besessen werden. Wenn etwas nicht besessen werden kann, wie kann man es dann bewerten? Wenn etwas keinen Marktwert hat, wie kann man es dann stehlen? Oder, noch passender: warum sollte man etwas stehlen wollen, wenn man es dann nicht an jemanden zu einem höheren Preis verkaufen kann? Wenn der Kapitalismus eine Essenz hat, dann deutet die riesige Fülle an empirischen Daten der letzten Jahrhunderte darauf hin, daß diese Essenz die Aneignung des Reichtums Vieler durch Wenige ist. Natürlich ist Aneignung nur ein höfliches Wort für Diebstahl. Und dem Vorgang des Diebstahls geht notwendigerweise ein Prozess der Einzäunung bevor - es werden Grenzen gezogen, und Ressourcen bekommen Preise.
Die Einzäunung der Allmenden Englands ist gut dokumentiert und beschrieben worden. Um das System der Allmenden rückgängig zu machen, welches so viele ländliche Gemeinschaften in England unterstützt hatte, erließ die Aristokratie eine Kette von "Einzäunungsgesetzen", welche jenes Land mit Grenzen umzog, um ihm einen Preis geben und es als Privateigentum verkaufen zu können.
Wenn man sich also dafür interessiert, wann der nächste große Transfer von Reichtum vom Öffentlichen an das Private stattfinden wird, muß man sich den Prozess der Einzäunung ansehen. Im Engalnd des 17. und 18. Jahrunderts war es die Einzäunung von gemeinsam genutztem Land (Allmenden). Heute sehen die Einzunungen der Gemeingüter und deren Verteidigung ganz anders aus.
Viele wichtige Kämpfe um Allmenden hängen mit neuester Informations-, Bio- und Nanotechnologie zusammen. In lange vergangenen Zeiten war Land das Fundament wirtschaftlichen Reichtums. Daher stammte die Wichtigkeit, Land zu kontrollieren. Bis heute hat sich die Basis von wirtschaftlichem Reichtum geändert, und ändert sich weiterhin. Wir bewegten uns von der Revolution in der Landwirtschaft im 18. Jahrhundert (was mit der Einzäunung des gemeinsam genutzten Landes zusammenfiel), zur industriellen Revolution im 19. Jahrhundert (was mit der Entwicklung eines Patentsystems für intellektuelles Eigentum zusammenfiel) zur Informationsrevolution im 20. Jahrhundert (wo das Patentsystem und das System des Intellektuellen Eigentums ausgeweitet wurden) zur Revolution der Bio- und Nano-technologie und ihren Patenten auf Leben und Materie.
Gleichzeitig, wie die Basis wirtschaftlichen Reichtums mobiler und globaler geworden ist, ist der Kampf um die Gemeingüter auch global geworden. Die globale Natur von Information und Handel, genauso wie das Aufkommen von globalen Umweltproblemen wie Klimaveränderung und das Ozonloch, schaffen eine neue komplizierte Abstraktionsschicht in der Verwaltung, Einzäunung und Verteidigung von Gemeingütern.
Wenn wir heute über die Gemeingüter nachdenken, stammt das erste Bild das uns in den Sinn kommt, aus der Geschiche - die landlosen Menschen in Brasilien, die private Farmen besetzen, um sie wieder für sich in Anspruch zu nehmen, und Nahrung zu produzieren. Aber viele der Kämpfe, die heute stattfinden, sind weniger romantisch als dieser - und die Politik hinter ihnen ist weniger offensichtlich.
Das Internet ist eine neu geschaffene Allmende - der am meisten gefeierte Teil dieser ist die "Open Source"-Bewegung. Das ist ein Gemeingut, welches von einer Gefahr bedroht wird, welche technologisch unbedarfte Menschen wie ich, nur schwer verstehen können.
Breitband und Radiofrequenzen? Wer bestimmt, wer Zugang zu diesen Ressourcen hat, und zu welchem Preis, und in wessen Interessen? Große Korporationen erhielten nicht durch Osmose fast alleinigen Zugang zu den Frequenzen. Sie erhielten diesen, indem sie die Regeln festsetzten und die Grenzen zogen - durch einen Prozess der Einzäunung, der im exklusiven Zugang für bereits zuvor mächtige Medienkonglomerate endete.
Die Biotechnologische Revolution wurde als nächste Industrielle Revolution gehyped - und ihr ging die Entwicklung von Patenten auf Leben zuvor. Wie andere Beispiele von Einzäunungen, passierte diese ohne große Medienfanfaren; die meisten Menschen hörten nichts über sie, und viele wissen noch immer nichts über sie.
Die Idee von Patenten und Intellektuellem Eigentum gab es schon lange. Galileo erhielt 1594 für seine von Pferden angetriebene Wasserpumpe ein Patent. Köchen wurde im 7. Jahrhundert v.Chr. ein einjähriges Patent für neue Rezepte gewährt. Das Copyright oder Patent sind die einzigen Rechte, welche in die US-Verfassung aufgenommen worden sind (Die Bill of rights ist später als separates Dokument ratifiziert worden). Was neu ist, ist das Ausmaß, auf welches Patente (und Monopole) ausgeweitet worden sind.
Die Grenzen wurden schrittweise ausgedehnt. 1873 wurde Loius Pasteur das US Patent Nummer 141.072 für eine Sorte Hefe ausgestellt - das erste von mehreren Patenten auf Lebensformen. Aber das Patent galt für die Benutzung eines Organismus innerhalb eines Prozesses, nicht für den Organismus selbst.
1972 beantragte ein Forscher bei General Electric in den USA ein Patent auf einen genetisch veränderten Mikroorganismus, welcher nützlich für die Beseitigung von Ölverschmutzungen ist. Schließlich, nach mehreren Ablehnungen und Einsprüchen vom US Patentamt, urteilte 1980 der Höchstgerichtshof der USA im Fall Diamond vs. Chakrabarty mit 5:4, daß von Menschen modifizierte Lebewesen patentierbar sind.(1) 1988 wurde das erste Patent auf ein Lebewesen ausgestellt - die Harvard Oncomouse(2).
Die Ausweitung von Patenten auf Lebewesen, und Teilen von diesen, hat die Grundlage für den nächsten großen Raub gelegt. Die biologische Vielfalt, welche das kapitalistische System in den letzten 100 Jahren so fanatisch zu vernichten versucht hat, wird nun als Basis für die nächste industrielle Revolution betrachtet, und ihr Wert steigt rapide an. Es ist alles bereit, um mit der Einzäunung zu beginnen, und unser genetisches Erbe - die biologisch Vielfalt, welche der Reichtum an Leben auf dem Planeten ist, und welche diesen aufrecht hält - kann nun aufgegriffen werden. Teams von Forschern von einigen der größten Konzernen der Welt durchstreifen die Oberfläche der Welt auf der Suche nach möglicherweise wertvollem genetischen Eigentum, und sie nehmen auf alles Patente, von Stammzellen von Indigenen in Papua Neuguinea und von gewöhnlichem Saatgut.
Nahrung ist ein interessantes Beispiel. Die meisten Menschen denken vom Essen nicht als echtes Gemeingut. Aber um ehrlich zu sein: die meisten Menschen in unserer Kultur denken gar nicht darüber nach, woher ihr Essen kommt. Der Großteil des Essens, das wir heute zu uns nehmen, wurde in einem Zeitraum von Tausenden von Jahren von Bauern von überall auf der Welt entwickelt. Es ist wahr, daß Nahrung auf Bäumen wächst, aber die meiste Nahrung entwickelte sich nicht einfach durch Zufall - sie wurde gezüchtet. Die genetische Vielfalt unserer Nahrung ist tatsächlich eine Allmende. Verwaltet wurde sie über Jahrtausende durch gegenseitige Beziehungen von Bauern - anbauen, züchten, Saatgut tauschen.
Die Kombination von Rechten auf Pflanzenzüchtungen und Patenten auf Leben haben es ermöglicht, daß Nahrung zumindest teilweise eingezäunt und privatisiert wird. Die Entwicklung von genetisch modifzierten Nahrungsmitteln und von "Terminatortechnologie" (nur einmal verwendbares Saatgut, die neue Saat ist steril) sind extreme Beispiele.
Aber der Prozess der Einzäunung und der Kommodifizierung von Nahrung wird auch stark unterstützt, und auf manche Weise wird dieser Prozess auch von einer Einzäunung unserer Vorstellungen angeführt - indem versucht wird, unsere Wünsche zu ändern, und indem unsere Vorstellungen von Nahrung manipuliert werden.
Vollwertige Lebensmittel sind Teil unseres gemeinsamen Erbes - es ist schwierig, sie einzuzäunen (trotz der aggressiven Versuche hierzu), weil sie frei auf Bäumen und in der Erde wachsen. Aber wenn Korporationen eine Nachfrage, oder sogar eine Sucht, nach verarbeiteter, synthetisierter Nahrung schaffen können - Nahrung, die nicht einfach zu Hause gemacht werden kann - dann kann diese mit Markenzeichen versehen werden, und das Monopol kann auf verschiedene Arten verteidigt werden. Also funktioniert der Prozess der Einzäunung nicht nur durch vermehrte Monopole über Saatgüter, sondern auch durch soziale Kontrolle darüber, wie wir über Nahrung denken, und was für eine Art von Nahrung wir zu uns nehmen wollen - indem unsere kollektive Vorstellungskraft eingeschränkt wird.
Zum Beispiel essen viele Menschen keine Früchte mit Flecken oder Gemüse mit Würmern mehr. Tatsächlich sind Früchte und Gemüse für eine wachsende Zahl von Menschen vom Speiseplan verschwunden, da sie nur noch hochverarbeitete Nahrung wollen. Eine ähnliche Wandlung ist auch in Indien zu verzeichnen, wo die Mehrzahl der Bevölkerung momentan außerhalb der offiziellen Nahrungswirtschaft lebt (also ihre eigene Nahrung produziert und mit dieser innerhalb der Dorfgemeinschaft handelt), wo aber das Marketing der Konzerne effektiv dazu genutzt wird, Menschen dazu zu bringen, ihre traditionellen Nahrungssysteme aufzugeben, und eine passivere Rolle als KonsumentInnen voon Industrienahrung zu übernehmen.
Unser momentales industrielles Nahrungssystem stellt ein nie dagewesenes menschliches Experiment dar, in welchem beinahe eine ganze Generation fast ohne Wissen darüber aufwächst, woher ihr Essen kommt; und sie werden zum Großteil nicht in der lage sein, ihre eigene Nahrung zu produzieren. Mit der Zeit wird die Einschränkung unserer Vorstellungskraft durch die Einschränkung unserer gelebten Erfahrung und Fähigkeiten verstärkt, was die effektive Privatisierung der Nahrung ermöglicht - entweder durch legale Monopole, oder durch - wie Vandana Shiva sagen würde - "Monokulturen des Gehirns".
Die letzte Grenze ist das Patent auf Materie - auf die Grundbausteine des Universums - um den Weg zu Investitionen in die Nanotechnologische Revolution zu bahnen. Es gibt bereits Patente auf Elemente (Americium und Curium, ausgestellt auf Glenn Seaborg), und viele sind der Meinung, daß man sogar auf existierende Elemente Patente machen kann.
WissenschaftlerInnen manipulieren Materie auf der Nanoskala (Ein milliardstel Meter), wo diese ganz ungewohnte Eigenschaften zeigt. Ähnlich wie bei genetischen Modifizierungen, argumentieren sie, daß die Nanomaterialien tatsächlich neuartig sind, um Patente auf sie zu bekommen; aber dann argumentieren sie, daß sie im Prinzip das gleiche sind, was wir seit Jahrtausenden verwenden, um Gesetzgebung für Sicherheitstests zu verhindern. Bis jetzt scheint diese Strategie zu funktionieren.
Das Startpad für die globale nanotechnologische Industrie wird mit etwa 3.000 neuen Patenten pro Jahr gebaut - etwa 90% von diesen werden in den USA ausgestellt. Wenn man sich nach den früheren technologischen Revolutionen richten kann, so wird die nanotechnologische Revolution wiedereinmal in einem Transfer von Reichtum im Großen Stil, von den vielen zu den wenigen, ablaufen - und zur gleichen Zeit werden weitere Allmenden eingezäungt und angeeignet.
Der Kampf um die Gemeingüter, der Kampf gegen die Einzäunung dieser Allmenden, geht weiter; es ist ein historischer Kampf. Das Gebiet auf dem wir kämpfen ändert sich, vom Land zu den Ideen, zu Nahrung zu Wasser, zu den Grundbausteinen von Leben und Materie. Während aber diese neuen Einzäunungen stattfinden, werden auch neue Gemeingüter geschaffen - kreative Gemeingüter, auch Widerstandsnetzwerke. Die Open-Source-Bewegung hat Kritikern gegenüber standgehalten und ist als wirtschaftlich und politisch mächtiges Gegengewicht zu Microsoft und anderen Monopolen hervorgekommen. Und so wie die Menschen die in der realen Welt über Zäune springen und Plätze und Gebäude besetzen, gibt die Cyberwelt ihnen tausende kreative Möglichkeiten um das intellektuelle Eigentum zu umgehen und zu schwächen.
Unsere Herausforderung ist es, uns der Einzäunung unserer Vorstellungskraft zu widersetzen... uns neue Arten auszudenken, wie wir alte Allmenden zurückerobern und neue schaffen können. Denn die Allmenden sind nicht statisch. Es gibt keine fixe Anzahl an Gemeingütern. Sie werden ohne Unterbrechung von Menschen und Gemeinschaften überall auf der Welt geschaffen. Gewebt wie ein endloser Teppich. Wir müssen kühn sein, und uns unseres gemeinsamen Erbes erinnern. Wir müssen darauf achten, wo Einzäunungen stattfinden und sie als das Bezeichnen, was sie sind: Diebstahl. Und wir dürfen nicht nur an unsere gemeinsamen Zukunft denken, sondern auch an die Zukunft unserer Allmenden. (i.O.:And we need to imagine not only our common futures, but also our future commons.) Als Feier des bereits geschehenden Widerstandes würde ich gerne ein Gedicht mit euch teilen, welches den Geist der kreativen Allmenden fasst - ein Open-Source-Gedicht...
This poem is copyleft,
you are free to distribute it,
and diffuse it
dismantle it, and abuse it
reproduce it, and
improve it
and use it
for your own ends
and with
your own ending
This is an open source poem
Entering
the public domain
Here's the source code,
the rest
remains
for you to shape, stretch and bend
add some salt and
pepper if you want
share it out amongst your friends
Because I didn't write this poem, I molded it.
picked up
the lines out of a skip and refolded it
as I was walking on over
here,
rescued leftover ideas,
on their way to
landfill,
found screwed up fragments
and found them a
use.
Because, think about it
I can't tell you
anything truly new.
There can only be few more new ideas to be
thought through.
So should we treat them as rare
commodities, high value oddities?
Probe the arctic reserves
and other sensitive ecologies
for new ideas buried deep beneath
the permafrost?
hunt them out of the cultures till the cultures
are lost?
then suffocate them with patent protection?
No! we
should re use and recycle them
Pile our public spaces high with
ideas beyond anyone's imagining..
So I steal a riff here
and a rhyme there,
a verse here and a line there
pass
them on around the circle,
roll the words, add a joke
here go
on.. have a toke,
does it get you
high?
This poem is indebted
to Abbie Hoffman, Gil Scott Heron, Jim Thomas and Sarah Jones,
This poem is indebted to all the words I've read and the voices
I've known
This poem is a composite of intellect, yours and
mine.
This poem is RIPPED OFF! every single time
Because
intellectual property is theft
and piracy our only defence
left against the thought police.
when no thought is new
its
just rewired, refined, remastered and reproduced
The revolution
will be plagiarised
The revolution will not happen if our
ideas are corporatised.
So STEAL THIS POEM
Take it and use
it
for your own ends
and with your own ending
This poem is copyleft,
All rights are reversed
(gestohlen von Claire
Fauset)
[1] Diamond vs Chakrabarty, 477 U.S. 303 (1980)
[2] U.S. Patent No. 4,736,866 (U.S. Patent and Trademark Office)
(1) Diamond vs Chakrabarty, 477 U.S. 303 (1980) (2) U.S. Patent No. 4,736,866 (U.S. Patent and Trademark Office)