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Wie viele Divisionen?

von Uri Avnery

10.01.2009 — uri-avnery.de

— abgelegt unter:

VOR FAST 70 Jahren wurde während des zweiten Weltkriegs in Leningrad ein abscheuliches Verbrechen begangen. Länger als tausend Tage hielten eine Gang von Extremisten, die „Rote Armee“ genannt wurde, Millionen von Einwohnern der Stadt als Geiseln und provozierte die deutsche Wehrmacht aus den Bevölkerungszentren heraus. Die Deutschen hatten keine andere Möglichkeit als die Bevölkerung zu bombardieren und sie einer totalen Blockade auszusetzen, die den Tod von Hunderttausenden verursachte.

Nicht lange zuvor wurde in England ein ähnliches Verbrechen begangen. Die Churchillbande versteckte sich inmitten in die Londoner Bevölkerung und missbrauchte Millionen von Bürgern als menschliche Schutzschilde. Die Deutschen waren so gezwungen, ihre Luftwaffe zu schicken und die Stadt widerwillig in Schutt und Asche zu legen.

Dies ist die Beschreibung, die jetzt in den Geschichtsbüchern stünde – wenn die Deutschen den Krieg gewonnen hätten.

Absurd? Nicht absurder als die täglichen Nachrichten unserer Medien, die so oft wiederholt werden, dass einem speiübel wird: die Hamas-Terroristen halten die Bewohner des Gazastreifen als „Geiseln“ und benützen die Frauen und Kinder als „menschliche Schutzschilde“, sie lassen uns keine Alternative, als massive Bombardements durchzuführen, in denen zu unserm großen Bedauern Tausende von Frauen, Kinder und unbewaffneten Männer verletzt oder gar getötet werden.

IN DIESEM KRIEG – wie in allen modernen Kriegen - spielt die Propaganda eine große Rolle. Das reale Kräfteverhältnis zwischen der israelischen Armee mit ihren Kampfflugzeugen, Dronen (unbemannte Flugmaschinen), Kriegsschiffen, Panzern, ihrer Artillerie einerseits und den paar Tausend leicht bewaffneten Hamaskämpfer ist 1.000:1, wenn nicht sogar 1.000.000:1. Auf der politischen Ebene ist der Unterschied vielleicht sogar noch größer. Aber im Propagandakrieg ist der Unterschied grenzenlos.

Fast alle westlichen Medien wiederholten anfangs die offizielle israelische Propagandalinie. Sie ignorierten fast völlig die palästinensische Seite der Geschichte, ebenso wie die täglichen Demonstrationen des israelischen Friedenslagers. Die Gründe der israelischen Regierung („Der Staat muss seine Bürger gegen die Qassam-Raketen schützen“) wurde wie die reine Wahrheit akzeptiert. Der Blickwinkel von der anderen Seite, dass die Qassams nämlich nur eine Antwort auf die Belagerung seien, die anderthalb Millionen Menschen im Gazastreifen an die Grenze des Verhungerns bringt, wurde überhaupt nicht erwähnt.

Erst als die schrecklichen Szenen aus dem Gazastreifen auf den westlichen Bildschirmen zu erscheinen begannen, fing die öffentliche Meinung der Welt langsam an sich zu verändern.

Die westlichen und israelischen Fernsehkanäle zeigten zwar nur einen winzigen Teil des entsetzlichen Geschehens, das jeden Tag 24 Stunden lang auf dem arabischen Aljazeera-Kanal zu sehen ist, aber ein Bild eines toten Babys in den Armen seines in Angst und Schrecken versetzten Vaters ist mächtiger als ein Tausend elegant formulierter Sätze des israelischen Armeesprechers. Und das ist letztendlich entscheidend.

Der Krieg – jeder Krieg – ist ein Lügenreich. Ob dies nun Propaganda oder psychologische Kriegsführung genannt wird, jeder akzeptiert, dass es richtig ist, für sein Land zu lügen. Jeder, der die Wahrheit sagt, riskiert, als Verräter gebrandmarkt zu werden.

Das Problem ist, dass Propaganda zuerst und vor allem den Propagandisten selbst überzeugt. Und nachdem man sich selbst davon überzeugt hat, dass die Lüge die Wahrheit und die Verfälschung die Realität ist, kann man keine vernünftigen Entscheidungen mehr treffen.

Ein Beispiel für diesen Prozess lieferte die bis jetzt erschreckendste Gräueltat dieses Krieges: das Beschießen der UN-Fakhura-Schule im Jabaliya-Flüchtlingslager.

Kurz nachdem dieser Vorfall weltweit bekannt wurde, „enthüllte“ die Armee, dass Hamaskämpfer von einem Vorplatz der Schule aus Mörsergranaten abgeschossen hätten. Als Beweis veröffentlichte man eine Luftaufnahme, auf der tatsächlich die Schule und der Mörser zu sehen waren. Aber innerhalb kurzer Zeit musste der offizielle Armeelügner zugeben, dass das Photo älter als ein Jahr sei. Also eine Fälschung.

Später behauptete der offizielle Lügner, dass „unsere Soldaten aus dem Inneren der Schule“ beschossen worden seien. Aber kaum einen Tag danach musste die Armee dem UN-Personal gegenüber zugeben, dass auch dies eine Lüge gewesen war. Keiner hatte aus der Schule geschossen, keine Hamaskämpfer waren in der Schule, die voll verängstigter Flüchtlinge war.

Aber das Eingeständnis wurde kaum mehr wahrgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war die israelische Öffentlichkeit vollkommen davon überzeugt, dass „aus der Schule geschossen worden war“ und Fernsehsprecher zitierten dies als einfache Tatsache.

Genau so ging es mit den anderen Gräueltaten. Jedes Baby wurde im Augenblick seines Todes zu einem Hamas-Terrorist. Jede zerbombte Moschee wurde sofort zu einer Hamasbasis; jedes Wohngebäude ein Waffenversteck; jede Schule ein Terrorkommandoposten; jedes zivile Regierungsgebäude ein „Herrschaftssymbol der Hamas“. Auf diese Weise blieb die israelische Armee die „moralischste Armee der Welt“.

DIE WAHRHEIT ist, dass die Gräueltaten eine direkte Folge des Kriegsplanes waren. Dies wirft ein Licht auf die Persönlichkeit Ehud Baraks – eines Mannes, dessen Denk- und Handlungsweisen ein klarer Beweis für das ist, was „moralischer Irrsinn“ genannt wird.

Das wirkliche Ziel ( abgesehen davon, mehr Sitze bei den kommenden Wahlen zu gewinnen) ist die Beendigung der Hamasherrschaft im Gazastreifen. In der Vorstellung der Kriegsplaner, sieht die Hamas wie ein Eindringling aus, der fremdes Land kontrolliert. Die Wirklichkeit sieht natürlich ganz anders aus.

Die Hamasbewegung hat bei den ausgesprochen demokratischen Wahlen, die 2006 in der Westbank, in Ostjerusalem und im Gazastreifen stattgefunden haben, die Mehrheit der Stimmen gewonnen. Sie gewann, weil die Palästinenser zur Schlussfolgerung gekommen waren, dass die Fatah durch ihre friedliche, also gewaltfreie Herangehensweise nichts von Israel erreicht hat – weder den Stopp des Siedlungsbaus noch irgendeinen bedeutsamen Schritt in Richtung eines Endes der Besatzung oder der Schaffung des palästinensischen Staates. Die Hamas ist tief in der Bevölkerung verwurzelt – nicht nur als Widerstandsbewegung, die den fremden Besatzer bekämpft so wie einst die (jüdische) Irgun und die Sterngruppe – sondern auch als eine politische und religiöse Körperschaft, die im sozialen, schulischen und medizinischen Bereich aktiv ist.

Vom Standpunkt der Bevölkerung sind die Hamaskämpfer keine Fremdkörper, sondern die Söhne einer jeden Familie im Gazastreifen wie auch in den anderen palästinensischen Gebieten. Sie verstecken sich nicht „inmitten der Bevölkerung“, die Bevölkerung sieht sie als ihre einzigen Verteidiger an.

Deshalb gründet sich die ganze Operation auf irrigen Vermutungen. Das Leben der Bevölkerung in eine Hölle zu verwandeln, wird die Bevölkerung nicht dahin bringen, sich gegen die Hamas zu erheben, sondern das Gegenteil erreichen, sie vereinigt sich hinter der Hamas und verstärkt ihre Entscheidung, sich nicht zu ergeben. Die Bewohner von Leningrad haben sich nicht gegen Stalin erhoben, so wenig wie die von London gegen Churchill.

Derjenige, der den Befehl für solch einen Krieg mit solchen Methoden in einem dicht bevölkerten Gebiet gegeben hat, weiß, dass dieser ein entsetzliches Gemetzel unter der Zivilbevölkerung anrichten wird. Anscheinend hat ihm dies nichts ausgemacht. Oder er glaubt, „dies wird ihr Verhalten verändern“ und „ es wird ihr Bewusstsein verändern“, so dass sie zukünftig Israel nicht mehr zu widerstehen wagen würden.

Die Hauptsache für die Kriegsplaner war, die Todesrate unter den eigenen Soldaten so gering wie möglich zu halten, da sie wussten, dass die Stimmung eines großen Teils der Pro-Krieg-Öffentlichkeit sich ändern würde, sobald Berichte über eigene Todesopfern kommen würden. So war es beim ersten und zweiten Libanonkrieg.

Diese Einstellung spielte eine besonders wichtige Rolle, weil der ganze Krieg ein Teil der Wahlkampagne ist. Ehud Barak, der in den ersten Tagen des Krieges in den Umfragen gewonnen hatte, wusste, dass seine Werte fallen würden, sobald Bilder mit toten Soldaten die Fernsehschirme füllen würden.

Deshalb wurde eine neue Doktrin formuliert: um Verluste unter unseren Soldaten zu vermeiden, solle alles, was in ihrem Weg steht, total zerstört werden. Die Planer waren also nicht nur bereit, 80 Palästinenser zu töten, um einen israelischen Soldaten zu retten, wie es schon geschehen ist, sondern auch 800. Die Vermeidung von Todesfällen auf unserer Seite ist der vordringlichste Befehl, der Rekordzahlen von zivilen Toten auf der andern Seite verursachte.

Dies bedeutete die bewusste Entscheidung für eine besonders grausame Kriegsführung – und das war ihre Achillesferse.

Eine Person ohne Phantasie wie Barak (sein Wahlslogan heißt: „Nicht ein netter Kerl, sondern ein Führer“) kann sich nicht vorstellen, wie anständige Leute rund um den Globus auf solche Aktionen wie die Tötung ganzer Großfamilien, die Zerstörung der Häuser über den Köpfen ihrer Bewohner, auf die Reihen von Jungen und Mädchen in Leichensäcken, auf die Berichte über Leute, die tagelang zu Tode bluten, weil die Krankenwagen nicht zu ihnen durchgelassen werden, auf das Töten von Ärzten und Sanitätern, die auf dem Weg sind, Leben zu retten, auf Berichte über das Erschießen von UN-Fahrern, die Lebensmittel bringen, reagieren. Die Fotos aus den Krankenhäusern mit den Toten, Sterbenden und Verletzten, die aus Platzmangel alle zusammen auf dem Fußboden liegen, haben die Welt erschüttert. Kein Argument hat die Kraft eines Bildes von einem verwundeten kleinen Mädchen, das dort auf dem Boden liegt, sich vor Schmerzen krümmt und „Mama! Mama“! schreit.

Die Kriegsplaner dachten, sie könnten die Welt daran hindern, solche Bilder zu sehen, wenn sie die Presse gewaltsam davon abhalten, zum Schauplatz der Kämpfe zu gelangen. Die israelischen Journalisten waren zu ihrer Schande damit einverstanden, die Berichte und Photos zu bringen, die sie vom Armeesprecher erhalten, als ob dies authentische Nachrichten seien, während sie selbst meilenweit von den Ereignissen entfernt blieben. Ausländische Journalisten wurden gar nicht erst zugelassen, bis sie protestierten und dann zu kurzen ausgewählten und überwachten Trips mitgenommen wurden. Aber in einem modernen Krieg kann eine solch sterile und fabrizierte Sicht alle anderen Perspektiven nicht vollständig ausschließen. Die Kameras sind im Gazastreifen mitten in der Hölle und können nicht kontrolliert werden. Der arabische Sender Aljazeera bringt die Bilder rund um die Uhr und erreicht jedes Haus.

DIE SCHLACHT um den Fernsehschirm ist eine der entscheidenden Schlachten des Krieges.

Hunderte Millionen Araber von Mauretanien bis zum Irak, mehr als eine Milliarde Muslime von Nigeria bis Indonesien sehen diese Bilder und sind geschockt. Dies hat eine große Auswirkung auf den Krieg. Viele der Fernsehzuschauer sehen die Herrscher Ägyptens, Jordanien und der Palästinensischen Behörde als Kollaborateure Israels, das diese Gräueltaten gegen ihre palästinensischen Brüder ausführt.

Die Sicherheitsdienste der arabischen Regime registrieren eine gefährliche Unruhe in der Bevölkerung. Hosni Mubarak, der aufgrund der von ihm zu verantwortenden Schließung des Rafah-Grenzüberganges angesichts panischer Flüchtlinge verantwortlich ist, der exponierteste alle arabischen Führer, begann Druck auf die Entscheidungsträger in Washington auszuüben, die bis jetzt alle Aufrufe für eine Feuerpause blockiert hatten. Diese verstanden langsam die Gefahr für die amerikanischen Interessen in der arabischen Welt und veränderten auf einmal ihre Haltung, was unter den selbstzufriedenen israelischen Diplomaten Bestürzung hervorrief.

Leute mit „moralischem Irrsinn“ können die Motive normaler Menschen nicht verstehen und müssen ihre Reaktionen erraten. „Wie viele Divisionen hat der Papst?“, spottete Stalin. „Wie viele Divisionen haben die Menschen mit Gewissen?“ könnte Ehud Barak nun fragen.

Wie sich herausstellt, haben sie einige. Nicht sehr viele. Und sie reagieren auch nicht sehr schnell. Sie sind auch nicht stark und gut organisiert. Aber in einem bestimmten Moment, wenn die Gräueltaten überhand nehmen und die Massen der protestierenden Demonstranten zusammenkommen, kann dies einen Krieg entscheiden.

DAS VERSAGEN, das Wesen der Hamas zu begreifen, hat auch ein weiteres Versagen verursacht, nämlich die voraussagbaren Folgen zu verstehen: nicht nur dass Israel den Krieg nicht gewinnen kann - die Hamas kann ihn auch gar nicht verlieren.

Selbst wenn es der israelischen Armee gelingen sollte, jeden Hamaskämpfer bis zum letzten Mann zu töten, selbst dann würde die Hamas siegen. Die Hamaskämpfer würden für die arabische Nation als Vorbilder dastehen, als die Helden des palästinensischen Volkes, als Vorbilder, denen jeder junge Mann in der arabischen Welt nacheifern sollte. Die Westbank würde wie eine reife Frucht in die Hände der Hamas fallen. Die Fatah würde in einem Meer der Verachtung untergehen, die arabischen Regime wären in Gefahr zusammenzubrechen.

Falls der Krieg mit einer noch aufrecht stehenden, wenn auch blutenden aber unbezwungenen Hamas endet – angesichts einer so mächtigen Militärmaschine wie der israelischen - dann würde dies wie ein phantastischer Sieg aussehen, wie ein Sieg des Geistes über das Material.

Was sich in das Bewusstsein der Welt einprägen wird, wird das Image von Israel als blutrünstigem Monster sein, das bereit ist, jeden Augenblick Kriegsverbrechen zu begehen, und nicht bereit ist, sich an moralische Einschränkungen zu halten. Dies wird langfristig gesehen schwerwiegende Konsequenzen für unsere Zukunft, für unsere Position in der Welt haben und für unsere Chancen, Frieden und Ruhe zu erlangen.

Am Ende ist dieser Krieg auch ein Verbrechen gegen uns selbst, ein Verbrechen gegen den Staat Israel.

Orginalartikel: Dieser Artikel ist NICHT auf www.zmag.org erschienen!
Übersetzt von: Ellen Rohlfs und Christoph Glanz
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Die deutschen Medien entblöden sich dabei nicht

Kommentar von am 11.01.2009 16:24
das von Herrn Avnery beschriebene ungefilterte Nachplappern israelischer Armeepropaganda als die einzige Wahrheit zu kolportieren. Besonders schlimm sind ARD und ZDF, die zwar heuchlerisch Entsetzen über das Massakrieren der wehrlosen Zivilbevölkerung im Gazastreifen zum Ausdruck bringt, aber im gleichen Satz den Palästinensern bzw. der HAMAS die Schuld an den Gemetzeln gibt. Dabei wird wie üblich vollkommen ausgeblendet, dass der Raketenbeschuss sowie alle gewaltsame Unruhe der letzten 40 Jahre einzig und allein an der anhaltenden Besetzung, Enteignung und Entrechtung der Palästinenser durch Israel entspringen. Wann hat es das jemals gegeben, dass ein Volk ein anderes mit unglaublicher Arroganz und Brutalität besetzt hält und sich dann darüber aufregt, wenn das unterjochte Volk die gleichen Mittel ergreift wie der Agressor und Besatzer. Dabei war es immer unerheblich welche ideologische Ausrichtung der bewaffnete Kampf der Pals um ihre Rechte und ihr Land hatte. Und die deutsche Regierung und die deutschen Medien beteiligen sich seit Jahrzehnten an diesem groben Unrecht und machen sich zu Komplizen und Rechtfertiger schwerster Kriegsverbrechen.
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Informiert euch aus nicht-proisraelischen nicht-westlichen Quellen.....!!!

Kommentar von smartkid am 14.01.2009 19:26
Angesichts der ekelhaften und schon kriminellen Verdrehungen der Wahrheit, die auch nur eine weitere Variante der Degenerierung und Entmenschlichung eines nun endgültig an allen Fronten kaputtgehenden Kapitalismus sind, gibt´s für uns Alle doch logischerweise nur eins: Tun wir Alles, uns aus sämtlich verfügbaren nicht-zionistischen, wirklich zumindest neutralen Quellen zu informieren ! Als da wären: Der Fernsehsender Al-Djazeera, frei arbeitende, renommierte Journalisten (die auch ruhig eine eigene Meinung haben dürfen - die wird ja jeweils eh allgemein bekannt sein), alternative, linke, pazfistische etc. Parteien......wenn man nur will, ist man ganz und gar nicht auf die Lügenpropaganda des ewigen börsengeilen Establishments angewiesen.......;-) !! Mit unserer Weigerung, uns einfach weiterhin krankhaft tendenziös einseitig saufaulbequem zumüllen zu lassen von Frauen-, Kinder-, Baby-, Greisen- und allgemein Zivilisten-Mördern vermittels "öffentlich-rechtlicher" Unrechts-"Information" tun wir den ewigen Gesundbetern staatlicher Monströsität das Allerschlimmste an: Wir verurteilen ihr widerliches Lügengespeie dadurch zur Lächerlich- und Wirkungslosigkeit !!!
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Medien =! freie Presse

Kommentar von am 11.01.2009 21:36
Der Medienbegriff sollte neu definiert werden. Wenn Medien versuchen sich als freie Presse zu verkaufen klingt das zynischer wie wenn eine alte Prostituierte sich als Jungfrau Maria darzustellen versucht. Sehr bitter sind auch die Nachrichten und Reportagen von den "öffentlichen" Sendern die quasi von uns bezahlt werden und Ihre Pro-Israel Kampagne trotz der Fakten aufrecht erhalten ... Da dürfte bald endlich ein Argument kommen weshalb die GEZ Gebühren keinen Sinn ergeben und Rechtswidrig sind ...
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Uri Avnery - ein Vorbild

Kommentar von am 12.01.2009 04:34
..in dieser Zeit, wo Barbarei, Ignoranz und massenweise Verblödung sich ausbreitet, bzw. Geisteskranke frei an der Macht und in den Medien sind, freue ich mich über einen mutigen Uri Avnery, der als eine der wenigen öffentlichen Menschen ein Vorbild ist. Ich wünsche ihm ein langes, gutes Leben. Für die Zukunft sehe ich ziemlich pessimistisch, weil die Verrohung der sogenannten "zivilisierten Welt" nicht mehr heilbar ist. Vielleicht nach dem 3. Weltkrieg. In den nächsten JAhren, eventuell schon früher.
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Vorbild wofür?

Kommentar von am 12.01.2009 11:09
Herr Avnery ist so alt wie mein Onkel, der seit nunmehr über 70 Jahren in Israel lebt. Wenn ich das so lese, was er in dem Artikel oben zum Besten gibt, dann bekomme ich das Kotzen vor soviel Selbstverachtung oder vielleicht auch Mitleid vor dem fortgeschrittenen Stadium seiner Senilität. Was lallt er herum, in Israel hätte man nicht das Wesen der HAMAS verstanden? Das Durchlesen der Charta genügt vollkommen, das systematische Aufhetzen der Bevölkerung ist offensichtlich. Die HAMAS hat nicht mitbekommen, daß die Mehrheit in der arabischen Welt sich von deren Selbstverständnis als Speerspitze der Islamisierung à la Iran schon lange abgestossen fühlt. Wenn Israel gelingen sollte, die HAMAS restlos zu beseitigen, dann haben sie den gemäßigten arabischen Staaten die Drecksarbeit abgenommen. Sch...spiel P.S. Zur Vita von Avnery: Ich bin ziemlich sicher, daß der kleine Helmut Ostermann (so hieß er früher) im zarten Alter von zehn Jahren an der Hand seiner Eltern einwanderte und nicht selber eingewandert ist. Das Herr Avnery zu den profiliertesten Gestalten der israelischen Politik gehört, ist geradezu eine Lachnummer und ein tragischer Fall für krankhaft, fehlhafte Selbsteinschätzung. Für den würde in Israel kaum noch einer seinen Schuh zum Werfen ausziehen. Nein nicht wegen der Kritik an Israel und dessen Politik, -das machen im Lande auch schon reichlich Viele und das fundierter und erhlicher- sondern weil er seit Jahren kein Wort der Kritik an arabischer Politik übt bis zum Verständnis für islamistische Vernichtungsphantasien gegenüber Israel und Juden. Treffender sagt es Beni Frenkel über Avnery: http://www.henryk-broder.de/html/fr_frenkel.html
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Re: Vorbild wofür?

Kommentar von timo am 12.01.2009 11:30
"Es wäre nützlich, sich folgendes moralisches Prinzip einmal vor Augen zu führen - ein Prinzip, so selbstverständlich, dass es eigentlich schon beschämend ist. Der Grund, weshalb ich es dennoch erwähne, ist, dieses Prinzip wird fast zur Gänze ignoriert. Es lautet: Es ist einfach (und nicht einmal sonderlich verdienstvoll), die Verbrechen anderer zu kritisieren und zu verurteilen, viel schwieriger ist es, in den Spiegel zu schauen und sich zu fragen, was wir selbst angerichtet haben." - Noam Chomsky http://zmag.de/artikel/Antisemitismus-Zionismus-und-die-Palaestinenser
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Der moralische Spiegel der HAMAS

Kommentar von am 12.01.2009 11:44
Hat die HAMAS einen moralischen Spiegel , oder wurde der schon erschossen?
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Antwort auf Vorbild wofür!!

Kommentar von am 12.01.2009 17:03
Wenn Sie einen Onkel hätten der im Gazastreifen leben würde - würden Sie anderes reden! Die Texte von Uri beschreiben genau die Punkte die von den Massenmedium stillschweigend hingenommen werden. Die vorgehensweise Israels ist nicht anders als die der Terroristen, mit dem Unterschied dass sie das okay der USA u. a. haben. Hier wird ein Machtmissbrauch wie im Irak und Afghanistankrieg durchgeführt ohne dass die Welt auch nur im geringsten dagegen ankommen kann. Es ist klar und deutlich festgelegt wer hier auf der Welt die Macht hat! Was momentan im Gaza passiert ist die Produktion neuer Hamasmitglieder und zwar Weltweit und die Bestätigung der Hamas das Israel ein Feind ist. Und das macht mir Angst!
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Der Onkel in Gaza

Kommentar von am 12.01.2009 18:17
Warum sollte ich Anders reden? Die Beiden hätten doch recht viele gemeinsame Erlebnisse im privaten wie auch im weiteren Leben und sie könnten sich entweder auf Ivrith oder Arabisch unterhalten. Meinen Sie ernsthaft, daß es irgendeine Verpflichtung gibt sich als Israeli auf der einen Seite oder Araber auf der anderen Seite (bzw. Jude-Muslim) mit fletschenden Zähnen gegenüber zu stehen? Blödsinn, die Gegenwart sind ganz anders aus. Meinem Onkel sind auf seiner Seite gut genauso viele Bomben um die Ohren geflogen wie dem imaginären Onkel im Gaza. Der bekkommt es jetzt leider geballt ab und nicht über Jahre verteilt. Die haben beide keinen Bock mehr auf irgendeinen Krieg. Die wollen ihren Lebensabend auf der Terrasse verbringen und nicht im Bunker. "Die vorgehensweise Israels ist nicht anders als die der Terroristen, mit dem Unterschied dass sie das okay der USA u. a. haben." Meinen Sie mit der <Vorgehensweise> den Krieg an sich, oder wie der Krieg geführt wird? Das vorher Konsultationen geführt werden ist durchaus diplomatisch üblich und ich bin mir ziemlich sicher, daß auch die EU und einige arabische Staaten informiert waren. Wo ist das Problem? Ohne Rückendeckung des Iran würde die HAMAS auch nicht so aggressiv agieren. "Es ist klar und deutlich festgelegt wer hier auf der Welt die Macht hat!" Das Weltjudentum? Meinen Sie die? "Was momentan im Gaza passiert ist die Produktion neuer Hamasmitglieder und zwar Weltweit und die Bestätigung der Hamas das Israel ein Feind ist." Naja, zur Zeit sinkt die Mitgliederzahl der HAMAS ja doch rapide und die macht gerade die Erfahrung, daß sie nicht nur Israel als erbitterten Feind hat, sondern nicht so wirklich viele Freunde in der arabischen Welt. Das muß Ihnen also keine Angst machen. Gelegenheit zur Angst ist dann, wenn es nach diesem Krieg nicht im Ablauf dieses Jahres zu einvernehmlichen, verbindlichen Absprachen zwischen Israel und dem vor der Gründung stehenden (oder hoffentlich dan schon ausgerufenen Staat Palästina) kommen wird. Ich hoffe, dies wird hier der letzte Krieg sein.
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danke Uri Avnery

Kommentar von am 12.01.2009 18:28
Ohne Uri Avnery würde ich keine fundierte Gegenmeinung zu Storch, Joffe, Broder, Friedmann u.ä. bekommen. Dafür danke ich ihm und wünsche ihm und uns ein gesundes weiterso. Bernd Rederer, Frankfurt/Main
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opferkult ist mächtig

Kommentar von am 13.01.2009 03:02
"Die westlichen und israelischen Fernsehkanäle zeigten zwar nur einen winzigen Teil des entsetzlichen Geschehens, das jeden Tag 24 Stunden lang auf dem arabischen Aljazeera-Kanal zu sehen ist, aber ein Bild eines toten Babys in den Armen seines in Angst und Schrecken versetzten Vaters ist mächtiger als ein Tausend elegant formulierter Sätze des israelischen Armeesprechers." natürlich ist "ein bild eines toten babys in den armen seines in angst und schrecken versetzten vaters" unglaublich mächtig. im gegensatz zum opferkult von hamas&co benutzen die israelis solche bilder eben nicht im "propagandakrieg". das ist vermutlich auch der grund, warum die israelis in den augen der welt immer mehr abstinken werden. x.
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an opferkult ist mächtig! - vor allem Alex

Kommentar von am 15.01.2009 13:38
Das Problem ist leider, dass die Medien die grausamen Bilder verharmlosen, von wegen typische Bilder von seitens der Hamas um Mitleid zu ernten! Dies wird schon seit Jahren so dargestellt. Die meisten glauben daran, weil das ihr Gewissen beruhigt, sich weiterhin so ignorant den Tatsachen nicht ins Auge schauen zu müssen. FAKT ist das Krieg immer Zerstörung des Lebensbereiches aller Zivilisten ist!! Auch wenn man nur meint eine bestimmte Gruppe damit treffen zu wollen! Es ist falsch hier zu fragen bin ich auf der Seite der Israelis oder der Palästinenser!! Hier sterben Menschen, die auch schon vorher ein unwürdiges Dasein gelebt haben, hier werden Kinder terrorisiert, die Überlebenden werden diesen Terror nicht vergessen. Keiner wird einem Trauma entgehen. Hier geht man mit massiver Macht und allen möglichen Waffen gegen eine Minderheit vor! Man spielt Katz und Maus mit Ihnen, scheucht sie von einer Ecke zur anderen, mit dem Argument Hamasstützpunkte zu eliminieren!! Wenn Israel es wirklich nur auf die Hamas abgesehen hätte, dann hätten Sie auch ganz andere Alternativen. Wie Margarete Albright beim Irakkrieg schon sagt, die Toten waren es Wert, so wird es auch diesmal heißen. Denn im Grunde genommen ist dort das Leben nichts Wert! Zumindest von der Sicht der Israelis!
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Student

Kommentar von am 17.01.2009 16:39
danke shoene